Formelaustria Markenbotschafterin Corinna Kamper analysiert für uns Lauf 3 der Formel-1-Saison 2024 in Australien – Max Verstappens Siegesserie unterbrochen: Ein neuer Rekord und überraschende Wendungen
In der Welt des Formel-1-Rennsports ist Kontinuität oft der Schlüssel zum Erfolg, und niemand hat das in letzter Zeit besser verkörpert als Max Verstappen. Mit beeindruckenden 1.055 WM-Zählern ohne Unterbrechung stellte er einen neuen Rekord für die längste Serie an aufeinanderfolgenden Punktgewinnen auf, den bisher von Lewis Hamilton mit 1.008 Punkten gehalten wurde. Diese bemerkenswerte Leistung zeigt nicht nur Verstappens fahrerisches Können, sondern auch die Zuverlässigkeit seines Teams.
Jedoch war das vergangene Rennen in Melbourne für einmal kein „Spaziergang“ für Verstappen. Schon in Runde 1 stieß er auf Probleme mit seinem Auto, die sich als Herausforderung für das Red Bull Racing Team herausstellten. Spekulationen über mögliche Fehler seitens des Teams liegen nahe. Es wäre zweifellos ein äußerst spannendes Rennen geworden, denn den möglichen Kampf zwischen Sainz und Verstappen hätte ich gerne gesehen.
Neben dem Niederländer stand auch sein Teamkollege Sergio Perez im Rampenlicht, der den zweiten Platz sichern hätte sollen. Doch dieses Wochenende war für „Checo“ eine große Enttäuschung. Als „Stellvertreter“ war von ihm erwartet worden, dass er die Führung übernimmt und wichtige Punkte einfährt. Doch die Realität sah anders aus: Perez beschädigte sich früh den Unterboden konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Die Situation erinnerte an das Dilemma des „Bottas-Jobs“, den Valtteri Bottas bei Mercedes übernehmen hatte müssen.
Ein strahlender Moment des Rennens war der Sieg von Carlos Sainz, der erneut bewies, dass er ab 2025 definitiv einen Topplatz verdient. Sein Sieg trotz einer kürzlichen Blinddarm-Operation zeigt nicht nur sein großes Talent, sondern auch seine Entschlossenheit und seinen Kampfgeist. Ein Blick zurück auf das Rennen in Bahrain 2022 – hier erlebten wir zuletzt ein Ferrari-1-2 auf dem Podium, was zeigt, dass Überraschungen im Formel-1-Zirkus durchaus möglich sind.
Und schließlich bleibt Lewis Hamilton im Fokus. Sein Unbehagen im Auto während des Rennens lässt auf tiefere Probleme im Mercedes-Team schließen. Es ist nicht schwer zu erraten, dass er es kaum erwarten kann, im Ferrari zu sitzen. Die Anspannung bei den Besprechungen der Silberpfeile dürfte enorm sein, während sie versuchen, die Probleme anzugehen, die sie von der Spitze fernhalten.
Einer der umstrittensten Momente des Australien Grand Prix war zweifellos das Duell zwischen George Russell und Fernando Alonso. Russell versuchte mit Alonso Schritt zu halten, um ihn vielleicht doch noch überholen zu können. In der letzten Runde bremste Alonso plötzlich 100 Meter früher als gewöhnlich, wie die Daten zeigen. Diese Bremsverzögerung verunsicherte Russell, der daraufhin vom Gas ging und in der Dirty Air des Vordermanns abflog. Alonso wurde für sein Verhalten zur Rechenschaft gezogen, erhielt eine Zeitstrafe von 20 Sekunden.
Der Spanier räumte ein, dass sein Fahrverhalten ungewöhnlich war, gab zu, einen Fehler gemacht zu haben, betonte jedoch, dass er nicht beabsichtigt habe, Russell in eine derartige Situation zu bringen. Seine Unruhe war während der Post-Race-Interviews deutlich spürbar.
Fernando Alonso ist zweifellos ein kämpferischer Fahrer, der für seine Entschlossenheit und seine Hingabe bekannt ist. Doch es scheint unwahrscheinlich, dass er absichtlich Unfälle wie diesen herbeiführen würde. Es wäre eine gewagte Anschuldigung, ihm hier Absicht zu unterstellen.
Die Entscheidung des McLaren-Teams, eine Stallorder zwischen Lando Norris und Oscar Piastri auszugeben, hat sich rentiert. Norris galt als der schnellere Fahrer und hatte zudem die besseren Reifen. Teaminterne Duelle so zu vermeiden, ist logisch und effizient, wenn auch nicht spektakulär für die Fans.
Für Daniel Ricciardo wird die Situation zunehmend nervenaufreibend. Medienberichten zufolge hat er noch zwei Rennen Zeit, um sein Können unter Beweis zu stellen. Die Spekulationen über einen möglichen Austausch gegen den aufstrebenden Fahrer Liam Lawson nehmen zu, ähnlich wie es bei Nyck de Vries im letzten Jahr geschah. Doch für Ricciardo steht momentan nicht nur die Frage im Raum, ob er den zweiten Sitz bei Red Bull erhalten wird, sondern ob er überhaupt noch eine Zukunft in der Formel 1 hat. Bersonders im Qualifying-verliert der Aussie viel zu viel Zeit.
Die Entscheidung, Alex Albon den Wagen von Logan Sargeant zu „borgen“, mag auf den ersten Blick unfair erscheinen, war aber im Sinne des Teams gerechtfertigt. Im Vergleich zu Albons 27 Punkten im letzten Jahr konnte Sargeant nur einen einzigen einfahren. Dennoch war Albons Unfall im ersten freien Training unnötig und trug dazu bei, die Situation derart zu verschärfen. Für Sargeant scheint die Hoffnung, 2025 in einem Formel-1-Auto zu sitzen, hingegen immer kleiner zu werden.
Der Australien Grand Prix war zweifellos ein Rennen voller Wendungen und Überraschungen, das zeigt, dass im Motorsport Vieles nicht vorhersehbar ist. Es bleibt spannend, wie sich die Ereignisse in den kommenden Rennen entwickeln werden und welche Fahrer und Teams sich als wahre Champions herausstellen werden.
Bis zum nächsten Mal,
Eure Corinna
CELSIUS wird Energy Drink Partner von Aston Martin F1
Das Aston Martin Aramco Formula One Team hat eine exklusive, mehrjährige globale Partnerschaft mit der Premium-Energy-Drink-Marke CELSIUS abgeschlossen.
Williams hat mit Nuveen neuen Finanzpartner
Nuveen wird offizieller Vermögensverwaltungspartner des Atlassian Williams F1 Teams