Top Gear Legende Jeremy Clarkson ist von der „neuen“ Formel 1 „wenig beeindruckt.“
Clarkson war beim Saisonauftakt in Bahrain zu Gast und erzählte nun von seinem Besuch in der „The Times and The Sunday Times“.
„Ich war vor fünfzig Jahren auf einer Tribüne in Woodcote, beim britischen Grand Prix in Silverstone. Will heißen, ich saß erste Reihe Mitte, als es zur Sache ging mit Jody Scheckter, der sich mitten im Feld drehte und eine Massenkollision auslöste. Es fühlte sich an wie der längste Formel-1-Unfall aller Zeiten.“
„Von meinem Platz aus sah ich eine riesige Staubwolke, und aus dieser Wolke kamen Autos in Einzelteilen heraus. Es war wie Lego rückwärts. Zum Glück verlor niemand das Leben, und einzig Andrea de Adamich brach sich ein Bein. Es dauerte eine Stunde, ihn aus seinem Brabham zu schneiden. Später kehrte er in die Formel 1 zurück, als Kommentator.“
„In jenem Moment auf der Tribüne hatte ich den Eindruck – ich bin diesem Sport verfallen. Ich dachte: Ich werde mir künftig so viele Rennen anschauen wie ich nur kann. Es blieb ein spannendes Rennen, mit Zwischenfällen und Aufregung hüben und drüben. Jackie Stewart hat sich gedreht beim Versuch, Ronnie Peterson zu überholen. James Hunt und Niki Lauda haben sich einen Zweikampf geliefert, viele weitere zwischen den beiden sollten folgen. Peter Revson hat ein Meisterstück abgeliefert und gewonnen. Nur habe ich von all dem nichts gesehen.“
„Und genau das ist für mich das große Problem der Formel 1 als Live-Veranstaltung. Du musst schon sehr viel Glück haben, wenn du einen Zwischenfall miterleben willst. Und selbst wenn du am richtigen Ort bist, dann ist dieser Aufreger in Blitzesschnelle vorbei. Und du hast in der Regel keine Möglichkeit, eine Zeitlupen-Wiederholung zu sehen, um zu verstehen, was eigentlich vorgefallen ist. Deshalb sage ich – die Formel 1 funktioniert als Sport nur im Fernsehen.“
Den aktuellen Zuschauerboom schreibt der Brite – wohl zurecht – der Netflix-Erfolgsdoku „Drive to Survive“ zu. „Meine jüngste Tochter hat sich nicht für die Formel 1 interessiert – bis Netflix kam. Nun kennt sie die Beinlänge von Charles Leclerc und will unbedingt Pierre Gasly kennenlernen.“
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