Keinen besonders erfolgreichen Grand Prix von Bahrain gab es für die Piloten von Caterham. Kamui Kobayashi erreichte Platz 15, Marcus Ericsson schied vorzeitig aus….
Kobayashi mit der Strategie grundsätzlich zufrieden
Kamui Kobayashi meinte zum Rennverlauf: „Ich hatte einen brauchbaren Start, aber gleich zu Beginn ein Problem mit einer Einheit, die uns volle Kraft und Energie geben sollte. Wir haben das Problem schnell gelöst und ich konnte Marcus (Ericsson) überholen und Platz 18 einnehmen. Dann habe ich mir Bianchi vorgenommen und ihn in der zehnten Runde überholt.“
„Mein Renntempo war in Ordnung und auch die Reifenentwicklung so, wie wir sie erwartet hatten“, so der Japaner weiter. In Runde 15 kam er erstmals an die Box und wechselte auf die Option-Reifen. Er kam hinter Ericsson und Chilton ins Rennen, überholte beide und setzte sich hinter Maldonado an die 16. Stelle. Die derzeitige Performance des Autos machte es aber schlicht unmöglich, den Lotus zu überholen.
„Wir haben eine Zweistoppstrategie verfolgt und daher holte ich mir in Runde 35 die Medium-Reifen. Ich habe mit Gutierrez gekämpft, habe ihn aber ziehen lassen, da er eine andere Strategie verfolgte“, erzählt Kobayashi weiter. Es war einfach unsinnig, die Reifen nur wegen dieses Kampfes zu ruinieren. Die Safety Car-Phase ermöglichte es dem Caterham-Piloten, den Rückstand wettzumachen und das Rennen neuerlich in einer Runde mit Maldonado und Grosjean aufzunehmen.
Spritverbrauch als Hemmschuh
Eine möglicherweise bessere Platzierung musste Kobayashi mangels Sprit ad acta legen. Der Caterham-Pilot konnte dem Pulk davor einfach nicht folgen. „Platz 15 ist schlussendlich nicht großartig, aber wir konnten heute einfach nicht mehr machen“, trauert der Japaner vergebenen Chancen nach. „ Wir müssen uns wieder sammeln und zusehen, dass wir beim Grand Prix von China mit einigen Updates einen Fortschritt erzielen“, gibt sich der Japaner nüchtern.
Enttäuschung für Ericsson
Formel 1 Rookie Marcus Ericsson erlebte ein eher enttäuschendes Rennen. Dabei hat es gar nicht so schlecht begonnen. „Ich hatte einen guten Start und war am Ende der dritten Runde auf Platz 17“, erzählt der Schwede. Die Balance des Autos fühlte sich einfach nicht gut an, sodass er Kobayashi ziehen lassen musste und wegen abbauender Reifen in der elften Runde an die Box, genauso wie der hinter ihm platzierte Chilton. Der Stopp lief gut, Ericsson blieb vor ihm.
„Das Auto fühlte sich auch mit dem zweiten Reifensatz nicht gut an und ich konnte mich nicht vor dem Marussia und Kamui halten“, erklärt Ericsson seine Schwierigkeiten. „Ich gab weiter Gas und wechselte in Runde 26 auf den dritten Reifensatz, die Options. Ich war wieder vor dem Marussia, verlor aber nach ein paar Runden deutlich an Leistung und musste das Auto abstellen.“
Ericsson war natürlich über das vorzeitige Renn-Aus enttäuscht, vor allem als der CT05 sich mit weniger Sprit an Board immer besser anfühlte. „Für mich ist das alles noch Teil eines Lernprozesses und meine Erfahrung wächst mit jeder Rennrunde“, zeigt sich der Schwede zuversichtlich. „Wir haben nun ein paar Testtage mehr in Bahrain und dann geht es auf nach China. Mit neuen Teilen sollten wir das Set-Up des Autos doch erheblich optimieren“, so Ericsson.
Renault-Einsatzleiter nicht unzufrieden mit Caterham
Cedrik Staudohar, seines Zeichens Renault-Einsatzleiter, war grundsätzlich nicht unzufrieden. Erfreulicherweise haben die beiden Caterham-Piloten das Tempo von Lotus, Marussia und Sauber halten können. „Das Paket aus Motor und Chassis verbessert sich mit jedem Rennen und wir finden mehr über seine Stärken heraus“, gibt sich der Franzose zuversichtlich. „Wir wollen den positiven Trend auf alle Fälle fortsetzen. Unglücklicherweise wurde das Rennen von Marcus durch ein Ölleck beendet und bei Kamui mussten wir Sprit sparen, um ihn bis zum Rennende durchzubringen“, ist sich Staudohar der schwierigen Lage der Caterham-Piloten bewusst.
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