Jenson Button holte mit Platz vier in Sotschi sein zweitbestes Saisonergebnis. Doch der Champion von 2009 fährt bei McLaren ums Leiberl für 2015
Jenson, Gratulation zum nächsten Topergebnis, Platz 4 in Sotschi
Danke. Mit P5 in Suzuka war ich schon ganz zufrieden, aber der vierte Platz hier ist wirklich gut. Ich denke, wir haben einen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben einige derartige Strecken, aber nur in Austin ist der Asphalt ähnlich wie hier. Das hat uns offensichtlich in die Karten gespielt.
Also lag es nur am Kurs?
Nein, der Wagen ist eindeutig besser geworden. Es lief schon in Suzuka nicht schlecht. Und wir haben vor Sotschi noch ein wenig am Frontflügel herumprobiert, was sich bezahlt gemacht hat.
Ihr seid mit diesem guten Ergebnis an Force India vorbeigezogen. Geht da noch mehr?
Es sind 45 Punkte Rückstand auf Ferrari. Natürlich ist das unter normalen Umständen schwer aufzuholen, aber in den letzten vier Rennen waren wir dreimal stärker als sie. Und dann gibt es in Abu Dhabi auch noch doppelte Punkte…
Am Ende hattest Du 12 Sekunden Rückstand auf Valtteri Bottas und warst 23 Sekunden vor Kevin Magnussen. Wurde Dir nicht fast langweilig?
Die ersten 5-6 Runden machten wirklich Spaß. In Turn 3 nach dem Start kam Fernando (Alonso) ziemlich nahe und ich dachte schon, jetzt kracht’s gleich (lacht). Danach war es tatsächlich ein wenig eintönig, aber gut eintönig, denn ich konnte mein Ding durchziehen und wirklich mit dem Wagen spielen.
Spielen?
Du versuchst immer die Stellen raus, wo Du am besten ERS aufladen kannst, nicht Vollgas geben must. Und die Orte, an denen Du Benzin sparen kannst, wo Du wie am besten rumkurvst.
Klingt so als hättest Du wirklich genug Zeit gehabt…
Absolut. Wir haben den Job gut erledigt – zehn Sekunden hinter P3 und 30 Sekunden vor dem ersten Ferrari. Der erste Red Bull war noch viel weiter hinten. Das ist für uns wirklich ein gutes Ergebnis. Wir konnten alles aus dem Wagen rausholen.
Apropos rausholen – die Reifen schienen ewig zu halten, oder?
Ja, es war ein sehr komisches Gefühl so viele Runden auf einem Satz abspülen zu können. Die Primes fühlten sich an, als könnten sie noch bis Austin halten (lacht). Es fühlte sich an wie „old school“ Rennfahren als wir in den unteren Klassen noch ohne Boxenstopps durchkamen.
Wie beurteilst Du Eure Saison bisher?
Es war ein hartes Jahr für uns, aber in den letzten paar Rennen wurde deutlich, dass wir uns stetig verbessern. Die 22 Punkte von Sotschi, die Kevin und ich holten, tun uns gut. Aber am Ende des Tages musst Du am Podium stehen. Denn darum geht es in der Formel 1!
Denkst Du, dass die Performance in den letzten Rennen auch Ron Dennis überzeugt hat, Dich 2015 einen McLaren Honda fahren zu lassen?
Es wäre klasse, nächstes Jahr einen Honda zu fahren. Aber im Moment denken wir nur von Rennen zu Rennen. Ich genieße es hier zu sein und ich gebe mein Bestes. Das ist alles, was ich beisteuern kann.
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