Bullen stark in Ma(x)laysia

Nach einer bisher verwachsten Rennsaison, holte sich Red Bull Ass Max Verstappen einen Tag nach seinem 20. Geburtstag souverän den Sieg beim vorläufig letzten Malaysia GP

Schon vor 14 Tagen in Singapur galt Verstappen als aussichtsreicher Kandidat auf den Rennerfolg beim Nightrace. Dort geriet er am Start noch ins „Ferrari-Sandwich“ und schied in Kurve 1 aus. In Malaysia verlief der Start crashfrei, aber der Niederländer blieb an Polesetter Lewis Hamilton dran und zog in einem schönen Manöver an ihm vorbei. „Mein Wagen lief gut und ich habe gesehen, der Mercedes von Lewis hatte Probleme.“ Überraschend war, wie der Red Bull Pilot danach davonzog und den Sieg sicher heimbrachte. „Ich war echt erstaunt, was für eine Pace wir haben. Nach der Saison, die ich bisher hatte, mit so viel Pech, kommt der Sieg zur rechten Zeit.“ Teamkollege Daniel Ricciardo wurde guter Dritter und wehrte sich dabei rundenlang erfolgreich gegen den heranstürmenden Sebastian Vettel. „Das ist sicher ein deutlich wertvollerer Sieg für Max als sein erster in Barcelona. Wäre Ricciardo früher an Bottas vorbeigekommen, hätte es sogar ein Doppelsieg werden können. Wir waren dieses Wochenende auf der Strecke unter regulären Bedingungen schneller als Mercedes und Ferrari. Auch Suzuka liegt uns, also freuen wir uns auf Japan“, strahlte Sportdirektor Helmut Marko.

Silber mit Schadensminierung

Hamilton wurde hinter Sieger Verstappen Zweiter und scorte wichtige Punkte, wodurch er seine WM-Führung ausbauen konnte. Dennoch zeigte sich der Brite nachdenklich: „Wir waren heute einfach nicht den Speed von Red Bull gehabt, daher war Platz 2 das Maximum. Ich habe die Tür nicht ganz zugemacht, weil er war einfach schneller und hätte mich früher oder später sowieso überholt. Die Reifen funktionieren nicht so wie wir wollen. Es ist ein grundlegendes Problem mit diesem Auto und da müssen wir uns etwas überlegen.“ Noch unverblümter brachte Teamchef Toto Wolff die Probleme auf den Punkt: „Mit so einer Pace kann man nicht zufrieden sein. Wir waren deutlich langsamer als Red Bull und Ferrari. Es ist schön, dass wir mehr Punkte gemacht haben als die Konkurrenz, aber wir müssen die Lehren ziehen, warum wir nicht schnell genug waren.“

Licht und Schatten bei Rot

Während Kimi Räikkönen aus der ersten Reihe gar nicht wegfahren konnte, zeigte Sebastian Vettel die erwartete Aufholjagd. Der „Iceman“ hatte bereits bei der Fahrt in die Startaufstellung technische Probleme und sein Ferrari SF70H wurde in die Boxen zurückgerollt. Sehr schade für den Finnen, denn der Wagen lief richtig gut, wie Vettel zeigte. Erwartungsgemäß pflügte er von hinten durchs Feld und stürmte vom letzten bis auf den 4. Platz vor. Ein mögliches Podium verhinderte Ricciardo, der sich in seinem Red Bull bravourös gegen den Deutschen wehrte. Seb konnte den Schaden somit stark in Grenzen halten und verlor „nur“ sechs Punkte auf seinen britischen WM-Rivalen. „Es war ein hartes Stück Arbeit, hat aber viel Spaß gemacht. Das Auto lief sensationell gut, womit sogar das Podium noch drin war. Danny fightete aber wie immer hart, aber fair um seinen Platz und dann waren meine Reifen einfach nicht mehr top“, schien Vettel zufrieden.

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