Bulle Perez: Heilsbringer oder Pulverfass?

Wie seinerzeit „Super Seb“ ist Max Verstappen bei RBR der Go-to-Guy, der Mann, auf den alles zugeschnitten ist. Er soll den Titel holen und Perez helfen, die Konstrukteurs-WM auch zu gewinnen. So lautet Helmut Markos Plan – wieder einmal….

Wir erinnern uns – Rennsaison 2010. Red Bull Racing hat ein klares Ziel – beide WM-Titel. Dazu hat man mit Jungspund Sebastian Vettel und Routinier Mark Webber zwei Toppiloten und mit dem RB6 den perfekten Wagen. Durch eine Mischung aus persönlicher Sympathie, Vermarktungsmöglichkeiten im wichtigen Markt Deutschland, und wohl auch gewisser Managementansprüche wünscht sich Motorsportdirektor Helmut Marko und der Red Bull Konzern einen Weltmeister Vettel. Doch dann – „Was erlaube diese…… Webber!?“ Da gewinnt der olle Aussie vier Grands Prix, siegt in Großbritannien, obwohl ihm das Team den neuen Frontflügel nahm und ihn Vettel gab, der seinen geschrottet hatte – Stichwort: „Not bad für a number 2 driver!“, und in der Türkei krachte ihm ein übermotivierter Heppenheimer einfach mal so in die Karre.

Keine Spur von Friede, Freude, Eierkuchen

Ganz im Gegenteil. Webber ist vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi erster Herausforderer von WM-Leader Fernando Alonso. Wie nun? Kein Champion Vettel? Nichts mit jung, dynamisch, erfolgreich? Doch, doch – Vettel blieb fehlerlos, nützte sein Topmaterial und gewann das Rennen. Das reichte zum Titel, denn Webber hatte in der Quali ungewöhnliche Grip Probleme und bekam im Grand Prix einen unerquicklichen Strategiezug aufgebrummt – ein Schelm, wer Böses vermutet. Auch wenn es am Ende mit viel Können und reichlich Glück zum Doppeltitel für die Bullen reichte, hatte man sich durch die Wahl des Fahrerduos das Leben deutlich schwerer gemacht als nötig.

Back to the Future

Vettel war damals 23, Webber 34. Max Verstappen ist ebenfalls 23, und sein neuer Stallgefährte Sergio Perez 31. „Checo“ zählt zu den erfahrensten Piloten am Grid. Seit 2011 fuhr der Mexikaner für Sauber, McLaren, Force India und Racing Point, mit denen er im Vorjahr die beste Saison seiner Karriere absolvierte und in Bahrain seinen ersten GP Sieg feierte. Seine Erfahrung war ausschlaggebend dafür, dass Helmut Marko ihn holte. Aber Perez hat nicht nur Routine, sondern er ist auch immer noch pfeilschnell und heißblütig. Er weiß, dass dies seine große Chance ist Weltmeister zu werden. Und er wird versuchen, sie zu nutzen. Der 31-Jährige ist anders als seine Vorgänger Pierre Gasly und vor allem Alex Albon sehr nervenstark und fokussiert. Er ist als Reifenflüsterer und Punktehamster berüchtigt.

Cleverer Sombrero

Dass es die Stallgefährten von Max Verstappen bisher nicht leicht hatten, ist Perez durchaus bewusst. „Jeder weiß, wie talentiert Max ist und welch große Fortschritte er in den letzten Jahren gemacht hat. Er ist ein sehr kompletter Formel-1-Fahrer geworden, überaus schnell, vielleicht sogar der Schnellste im Feld. Neben ihm zu fahren, ist eine gewaltige Herausforderung, aber das macht es ja auch interessant. Es wird ein hartes Stück Arbeit, mich an seiner Seite zu behaupten. Ich schätze, nach einigen Rennwochenenden werde ich wissen, wie gut Max wirklich ist.“ Ähnliche Worte hörte man seinerzeit auch von Webber über den jungen Vettel. Dann kam einiges anders. Ach ja, „Checo“ hat noch einen Nachsatz: “Auf alle Fälle will ich, dass die mexikanische Hymne 2021 etwas öfter gespielt wird.“

 

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