Brown: Ferrari-Privilegien schaden der F1

McLaren Geschäftsführer Zak Brown warnt vor „schädlichen“ Verhandlungen bezüglich der Zukunft der F1 nach 2020. Bis dahin gilt das aktuelle Concorde-Agreement noch, das einigen Teams Bonuszahlungen gewährt.

Ferrari profitiere am stärksten von den Sonderregelungen, weil sie am meisten Geld vom Formula One Management erhalten (allein 103 Millionen US-Dollar Bonus) und dazu noch ein Vetorecht für neue Regeln besitzen. Brown befürchtet nun, dass sich die Verhandlungen mit einigen Teams als schwierig gestalten könnten. „Bei einigen Teams wird es schwieriger, als bei anderen. Und ich denke, wir wissen alle, wer das ist“, so der McLaren Geschäftsführer gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘.

Brown hofft aber, dass die Verhandlungen hinter geschlossenen Türen geführt werden und nicht wieder in der Öffentlichkeit stattfinden. Wohin das führen kann, habe man 2009 gesehen, als einige Teams mit der Gründung einer Piratenserie gedroht hatten. „Ich denke nicht, dass eine Piratenserie möglich ist, aber irgendwann werden solche Geschichten auftauchen. Diese können schädlich sein, besonders wenn sie nichts anderes als eine Verhandlungstaktik sind“, so der Amerikaner.

‚Sitzen alle im gleichen Boot‘

Vor allem Ferrari gilt als Hindernis, weil sie am meisten zu verlieren haben und regelmäßig mit dem Ausstieg drohen, wenn ihnen die geplante Richtung nicht gefällt. Laut Brown will zwar niemand Ferrari gehen sehen, „aber sie (die Formel 1, Anm.d.Red.) müssen das tun, was für den Sport richtig ist. Und ich denke, das werden sie auch tun.“

Brown ist der Meinung, dass man zwar Ferrari’s Rolle im Sport anerkennen müsse, jedoch nicht so, wie es derzeit der Fall ist. Seine Analyse: „Der Sport verliert dadurch, und dadurch verlieren sie letzten Endes auch, weil wir alle im gleichen Boot sitzen. Und wenn das Boot sinkt, dann ist es egal ob du in der ersten Klasse oder im Economy-Bereich sitzt. Das Boot sinkt.“

 

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