McLaren ist nach sieben Rennen der F1-Saison 2018 das schlechteste Team mit Renault-Motoren. Das Werksteam (56 Punkte) ist in den vergangenen Wochen an McLaren (40) vorbeigezogen, gegen Red Bull (134) ist man ohnehin völlig chancenlos.
Zwar steht das Traditionsteam besser da, als in den vergangenen Jahren mit Honda. Richtig zufriedenstellend verlief die Saison bisher aber nicht.
„Wir stehen eben da, wo wir stehen. Wir wollen besser sein“, erklärt Rennleiter Eric Boullier im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.“Wir haben jetzt eine gute Referenz, weil einige andere Teams die gleiche Power-Unit haben. Wir arbeiten hart daran, uns zu verbessern, und dahin zu kommen, wo wir unserer Meinung nach hingehören.“ Momentan liegt McLaren auf WM-Platz 5.
Man dürfe keine Fortschritte über Nacht erwarten, vielmehr sei es ein „fortlaufender Prozess“. Boullier erklärt optimistisch: „Rennen für Rennen bringen wir mehr Performance. Wir werden bald wieder da sein, wo wir sein sollten.“
Tatsächlich war die Entwicklung in den vergangenen Rennen aber eher negativ. Sowohl in Monaco als auch in Kanada blieb man komplett ohne Punkte. Auf den Motor kann man das nicht schieben, denn im gleichen Zeitraum holte Renault 15 und Red Bull sogar 54 Punkte. Und auch Boullier ist sich bewusst: „Wir müssen uns mit Renault und Red Bull vergleichen.“
In den vergangenen Jahren wurde Antriebspartner Honda oft als Sündenbock verwendet. Diese Ausrede gibt es 2018 nicht mehr. Vor allem, weil Red Bull mit dem Renault-Antrieb in diesem Jahr bereits zwei Rennen gewonnen hat.
„Normalerweise wären die Leute zu anderen Teams gewechselt, um dort konkurrenzfähig zu sein. Aber wir haben niemanden verloren. Das war ein gutes Zeichen. Das bedeutet, dass sie noch immer an das Team glauben“, hebt Boullier die positive Grundeinstellung im Team hervor. Trotzdem ist klar, dass McLaren früher oder später endlich auch wieder die entsprechenden Ergebnisse liefern muss.
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