Am Dienstagvormittag stellte das Landesgericht München den Bestechungsprozess gegen Bernie Ecclestone ein. Der F1 Zampano muss 100 Millionen Dollar bezahlen
„Wir haben keinen Deal gemacht. Das hat mit Freikaufen nichts zu tun“, stellte sich Ecclestones Anwalt Sven Thomas sofort vor die zahlreichen Micros und Kameras, um jedes Gerücht, sein Mandant hätte sein Vermögen erneut nützen können, vom Tisch zu wischen. Allerdings glauben wollte das so recht keiner der versammelten Journaille.
Der 83-Jährige stand seit Ende April wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen 2005 den damaligen BayernLB-Risikovorstand Gerhard Gribkowsky mit 44 Millionen Dollar bestochen zu haben, damit dieser den Verkauf der Formel-1-Anteile der Bank an CVC Capital Partners vorantreibt.
CVC setzte nach der Übernahme den Briten 2006 als alleinherrschenden Geschäftsführer der Formula One Group ein. Doch „Big Bernie“ schritt prompt zum Gegenangriff und beharrte darauf, Gribkowsky hätte ihn erpresst. Letzterer wurde im Sommer 2012 zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt.
Nun haben sich Ecclestones Anwälte und die Staatsanwaltschaft auf eine Lösung geeinigt, wo der Beklagte gegen Zahlung „einer Geldauflage in Höhe von 99 Millionen US-Dollar zugunsten der Staatskasse und 1 Million US-Dollar zugunsten der Deutschen Kinderhospizstiftung“ die Verfahreneinstellung bewirken kann.
Das Gericht stimmte zu und Bernie muss das Geld nun innerhalb von einer Woche auf den Tisch legen. Sollte kein Problem sein…
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