Berger: Demokratie nicht gut für die F1

Der ehemalige F1-Fahrer Gerhard Berger meint, dass die neuen Vorschriften nur den Status quo fördern und die F1 so weiterlaufen wird wie bisher.

Liberty Media steht kurz davor das Reglement für 2021 zu finalisieren und sie versuchen auch alle Teams für die neue Concord-Vereinbarung zu gewinnen. Die neuen Eigentümer hoffen, dass durch die geänderten Regeln, die das Ziel haben die Kosten zu senken, auch andere Motorenhersteller aufmerksam werden und sich der F1 anschließen. Doch trotz der angekündigten Änderungen haben sich bis jetzt noch keine Interessenten verpflichtet und die derzeitigen Anbieter fragen sich, wofür dann die Änderung des Reglements.

„Das Schlimmste für mich wäre es, keine Entscheidung zu treffen.“, meint der derzeitige DTM-Chef im Gespräch mit Bild. „Ich verstehe die Position der großen Hersteller zu den Motoren, da sie nicht falsch liegen, wenn sie sagen: ‚Wenn kein neuer Hersteller kommt, warum etwas ändern? Es kostet nur Geld.‘“ Natürlich sind die bisherigen Hersteller gegen Neueinsteiger, da diese potentiell Rennen gewinnen könnten, ohne jedoch viel Geld zu investieren, erklärt Berger seine Einschätzung. „Deshalb kann es keine Einigung geben.“, fügt er noch hinzu.

Zudem meint Berger, dass die neuen Regeln nichts ändern, da sie nicht auf das Kernproblem der Autos abzielen. „Erstens sind sie zu schwer. Zweitens sollte es die Technologie geben, die von mehr als nur zwei oder drei Unternehmen gemeistert und bezahlt werden kann. Drittens sollte die Technologie nicht der entscheidende Faktor sein, und viertens muss ein Fahrer mit einem überdurchschnittlichen Auto gewinnen können.“, kommentiert Berger die aktuelle Situation.

Und der ehemalige F1-Fahrer geht mit der Königsklasse weiter hart ins Gericht: „Diese endlosen Treffen in Genf und Paris oder wo auch immer, führen zu nichts. Die Formel 1 kann nicht demokratisch geführt werden. Es braucht eine Diktatur mit ein oder zwei Leuten, die entscheiden, wohin wir gehen. In diesem Fall Chase Carey als neuer Eigentümer und Jean Todt als FIA-Präsident.“

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