Back To School in Spa

image3.img.640.mediumWM-Leader Lewis Hamilton, Daniel Ricciardo oder Nico Hülkenberg haben es in der Sommerpause krachen lassen. Wer kommt am fittesten zum Mutrennen in die Ardennen?

Der Große Preis von Belgien fand in der Formel 1 im Gründungsjahr 1950 statt und schon damals fuhr man auf der Ardennen-Piste von Spa-Francorchamps. Allerdings war der 1921 erbaute Kurs zu dem Zeitpunkt 14,1 km lang und wurde von Jahr zu Jahr gefährlicher. 1969 waren die Fahrzeuge schon so weit entwickelt, dass sie zu schnell für die Achterbahn wurden und die Piloten boykottierten die Strecke. Ende der 1970er-Jahre wurde Spa auf rund 7 km verkürzt und 1983 kehrte die Formel 1 wieder zurück.

Michael-Schumacher-Jordan-1991-Grand-Prix-SpaSchumis Wohnzimmer

Die meisten Piloten lieben den Kurs zwischen den Dörfern Spa, Malmedy, Stavelot, u.a., haben auch viel Respekt vor der Schleife, die schon zahlreiche Opfer forderte. Am wohlsten fühlten sich hier im oft regnerischen Grenzgebiet zwischen Belgien und Deutschland der unvergessene Ayrton Senna (fünf Siege) und natürlich Michael Schumacher. Schumi feierte hier 1991 sein Debüt im 7Up Jordan und holte im Laufe seiner großartigen Karriere sechsmal Platz 1, den ersten nur ein Jahr nach seinem Einstieg in die Königsklasse. Von den heutigen Fahrern ist Kimi Räikkönen mit vier Erfolgen Rekordhalter in Spa. Der „Iceman“ hält auch heute noch den Rundenrekord, den er 2004 bei seinem Sieg auf McLaren-Mercedes aufgestellt hat. Heimsieg gab es noch nie einen und auch Österreichs Belgien-Doppelsieger Niki Lauda holte seine beiden Pokale bei Rennen in Zolder ab.

ricciardo-win_2408getty_630Überraschung durch Regen?

Normalerweise sollte Mercedes auf der Power-Strecke unschlagbar sein, wäre da nicht der Wetterfaktor. Läuft alles nach Plan, stehen Lewis Hamilton und Nico Rosberg in der ersten Startreihe, matchen sich um den Sieg und die Red Bulls fighten gegen Ferrari um den letzten Stockerlplatz. Unvorhergesehener Regen ist in Spa so häufig wie Sand am Meer und da die Strecke nicht nur lang, sondern auch weitläufig ist, kommt es durchaus vor, dass es am einen Ende regnet, am anderen aber staubtrocken ist. Diese Mischverhältnisse kommen ganz bestimmten Fahrern besonders entgegen wie Daniel Ricciardo, der 2014 bereits hier gewinnen konnte. Auch Nico Hülkenberg oder Romain Grosjean mögen es, wenn sich das Wetter immer wieder verändert, und könnten für die eine oder andere Überraschung sorgen.

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