Lucas Auer hat an seinen ersten beiden Formel 1 Testtagen eine fehlerlose Vorstellung abgegeben und bewiesen, dass er das Zeug hat in die Königsklasse aufzusteigen. Mit Formelaustria.at hat er die Testfahrten analysiert
Wie hast Du nach Deinem ersten F1-Test geschlafen?
(lacht) Ich brauche normalerweise einen Wecker, aber heute bin ich von selber um 6 Uhr wach geworden. Geträumt hab ich aber nichts.
Wie war heute Dein Eindruck?
Es war so, dass der hohe Speed, der mich gestern noch so beeindruckt hat, heute schon ganz normal war. (lacht) Fast so, als würdest Du gar nichts anderes kennen…
Warst Du heute schon am absoluten Limit oder war noch Luft nach oben?
In den Kurven 4 und 11 muss man aufpassen – wegen der Curbs, da kannst Du Dir schnell den Unterboden beschädigen. Daher blieb noch ein bisschen Luft nach oben, denn dort habe ich aufgepasst.
Welches Resümee ziehst Du nach 1,5 Tagen Formel 1?
Ich hatte kein Off, ich habe nichts beschädigt, meine Fitness war gut und sie waren mit dem Feedback zufrieden. Die Zeiten selbst kann man schwer vergleichen. Aber ich würde sagen: Es war ein ordentlicher Test.
Wird es schwer, wieder in die DTM zurückzukehren?
Die DTM ist mir ans Herz gewachsen und ich kann dort sehr gut mein Talent zeigen.
Jetzt ist Mercedes ausgestiegen – machst Du Dir Sorgen um die Zukunft?
Ich lebe im Moment, in der Gegenwart. Wenn Du jetzt schon über 2019 nachdenkst, kann das ein Schuss nach hinten sein.
Schaust Du Dir andere Rennserien an wie z.B. die Formel E?
Als junger Fahrer solltest Du für alle Rennserien offen sein. Daher schaue ich auch ganz gerne Formula E, da fahren ein paar ehemalige Teamkollegen mit.
Wir haben heute schon mit Deinem Onkel Gerhard ein Interview geführt. Siehst Du Dich jetzt knapp vor einer Karriere wie sie er vorgelebt hat?
Als junger Bub träumst Du natürlich nur von der Formel 1, keine Frage. Aber ich lebe im Hier und Jetzt – ich bemühe mich, meine Aufgaben bestmöglich zu erledigen. Ich denke, wenn man sich bemüht und sein Bestes gibt, wird sich der Rest von selbst ergeben.
Jetzt gibt es mit Rene Binder einen weiteren Tiroler, der in die Formel 1 möchte. Ein Konkurrent?
Rene und ich sind früher bereits im Kart gegeneinander gefahren, später auch kurz in der Formel 3. Ich mag Rene, er ist ein cooler Typ und ich wünsche ihm für seine Zukunft nur das Beste.
Man hat bei Dir nicht das Gefühl, dass Du wie so mancher Nachwuchsfahrer jedes Wort abwägst, ob es Dir wohl nicht schadet. Hast Du diese direkte Art mit Gerhard beschlossen, der auch immer sehr geradlinig war?
(lacht) Nein das ist nicht abgesprochen. Ich bin ganz einfach nur ein Österreicher und wir sagen halt, was wir denken.
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