Im „AvD Motor & Sport Magazin“ sprach Formel-1-Experte Christian Danner über das Safety-Car-Ende in Monza, Verstappens Stärken, Mick Schumachers Zukunft und Sebastian Vettels Abschied
Christian Danner über:
… das umstrittene Safety-Car-Finish: „Das war eine problematische Safetycar-Phase. Am Ende des Rennes hofft man natürlich, dass die Rennleitung noch einmal das Rennen freigibt und dass die letzten Runden auch ein echtes Rennen werden. Das war aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Die Bergung des Autos von Ricciardo hat sehr lange gedauert. Auch das Rückrunden der Fahrzeuge war ein Grund der langen Safetycar-Phase. Man muss nicht alle vorbeiwinken, man hätte dann auch noch einmal grün geben können. Doch der Rennleitung ist die Zeit weggelaufen.
… die Entscheidung der Rennleitung: „Das ist sicherlich nicht perfekt gewesen. Die Rennleitung entscheidet allerdings nicht nach Gusto, dass die Zuschauer ein schönes Rennen sehen, sondern sie entscheidet nach den Kriterien der Sicherheit. Da hat Niels Wittich, der Rennleiter, die richtige Entscheidung getroffen. Natürlich ärgerlich für Leclerc, aber er hätte auch so nicht gewonnen.“
… das Auto von Max Verstappen: „Das Auto von Verstappen ist wie eine Maßanfertigung für Max und für seinen Fahrstil. Vor Beginn des Rennens dachte ich mir schon, dass er das packt. Ferrari ist nicht schnell genug. Da ist gegen Verstappen kein Kraut gewachsen. Er ist in einer absoluten Topform. Ich glaube, dass wir in Singapur Max Verstappen als Weltmeister feiern werden. Für Red Bull wäre das ein großer Vorteil, wenn man dann zum nächsten Rennen nach Japan und zu Honda fliegt, mit dem Weltmeistertitel sicher in der Tasche.“
… den geplatzten Porsche-Deal: „Nach dem ganzen Porsche-Drama ist es vielleicht eine ganz gute Abwechslung für Red Bull, wenn man mal die Karten so gemischt hat, bei einem Automobilhersteller mit offenen Armen empfangen zu werden und nicht auf Konfrontationskurs wie mit Porsche geht. Es ist keine neue Entwicklung.“
… über Mick Schumacher: „Ich glaube nach wie vor, dass Mick die besten Karten hat, wenn er da bleibt, wo er jetzt ist. Ich muss ihm ein Kompliment machen, er ist heute sehr gut gefahren, hat eine gute Zweikampfqualität gezeigt. Er ist konzentriert gefahren, so braucht man es. Wenn er ein bisschen mehr Glück gehabt hätte, wäre Platz zehn drin gewesen. Für Mick wird es eine Hängepartie. Ich glaube, seine realistischste Chance hat er nach wie vor bei Haas. Woanders sehe ich ihn nicht. Ich drücke ihm die Daumen. Er hat gute Leistungen gezeigt.“
… über Sebastian Vettels Rennen: „Es war schon sehr enttäuschend. Auf der anderen Seite ist das Auto am gesamten Wochenende gnadenlos hinterhergefahren. Am Ende ist es eine Mischung aus ‚eigentlich zu Ende gefahren‘ und ‚jetzt ist es auch vorbei‘. Weil viel mehr wäre für Sebastian auch nicht drin gewesen.“
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