Alpine schöpft Potenzial nicht aus

Ex-Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer sagte, das Team habe bei seinem Amtsantritt eine „zweistellige“ Millionensumme unter der Kostenobergrenze gelegen.

Szafnauer wurde vor der Saison 2022 Teamchef von Alpine, aber vom neuen Renault Vorstand um den Belgien GP 2023 beurlaubt. Neben Szafnauer wurden auch Sportdirektor Alan Permane und der technische Leiter Pat Fry abserviert. Der damalige Rennleiter Davide Brivio hat Ende 2023 ebenfalls hingeworfen..

Im Interview mit Peter Windsor bestätigte Szafnauer nun, dass die Franzosen die Kostenobergrenze gar nicht ausgenützt hatten, als er das Ruder übernahm. „Als ich kam, hatten wir noch Spielraum, denn sie waren nicht annähernd am Cap. Wir lagen bei zweistelligen Millionenbeträgen unter der Obergrenze, daher konnte ich neue Mitarbeiter holen.“

Laut eigener Aussage dauerte es gute sechs Monate bis Szafnauer einschätzen konnte, welche Bereiche seines Teams gestärkt werden müssten. Zudem musste er eine eigene Aerodynamik-Performance-Abteilung schaffen, da Alpine keine hatte.

„Meine Philosophie ist, Veränderungen nicht um der Veränderung willen vorzunehmen. Man braucht zunächste ein gutes Verständnis, wo Änderungen einen Sinn machen, damit man sich verbessert. Genau das habe ich bei Alpine getan.“

„Also habe ich mir etwas Zeit genommen, die Bereiche verstanden und begonnen, Änderungen vorzunehmen. Als ich dort ankam, gab es zum Beispiel keine separate Aero-Performance-Gruppe. Bei größeren Teams befassen sich 20 bis 25 Leute ausschließlich damit.“

Alpine wurde 2023 in der F1-Konstrukteurswertung Sechster. Unter Szafnauer war man in der Vorsaison noch Vieter geworden.

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