James Allison äußerte sich zu Gerüchten über Bevorzugung im Team und betonte, dass solche Vorstellungen der Teamkultur völlig fremd seien.
„Die Menschen sind emotional sehr involviert mit den Fahrern, für die sie mitfiebern, und wünschen sich, dass ihr Liebling vor allen anderen erfolgreich ist,“ so der Technikdirektor des Mercedes-AMG Petronas F1 Teams
Er erläuterte die Philosophie des Teams und hob hervor, wie wichtig es sei, die interne Kultur zu verstehen.
„Ich kann nur sagen: Wenn man verstehen will, welchen Stellenwert Bevorzugung in unserer Mentalität hat, sollten man einmal in einem Team arbeiten. Wenn man das Glück hätte, in einem Team zu arbeiten, würden man sofort von dessen Kultur durchdrungen sein und erkennen, wie fremd ein solcher Gedanke jedem ist, der Teil davon ist.“
Viele Fans und auch – vor allem britische – Medien hatten der Silberpfeile-Führung unterstellt, WM-Leader Kimi Antonelli gegenüber George Russell zu bevorzugen.
Allison stellte klar, dass die finanziellen Anreize des Teams an die Konstrukteurswertung gekoppelt sind, nicht an den Erfolg einzelner Fahrer.
„Es liegt in unser aller Interesse, dass beide Fahrer erfolgreich sind. Und eigentlich ist es uns völlig egal, wer von beiden besser ist. Wir wollen in jedem Rennen einen Doppelsieg, die Reihenfolge der Ankunft ist uns dabei gleichgültig.“
„Alles, was uns interessiert, ist auf die Hersteller ausgerichtet, und aus dieser Sicht macht Bevorzugung für uns keinen Sinn. Wir wollen immer die maximale Punktzahl von beiden Fahrern.“
Er merkte an, dass das Team nur unter bestimmten Umständen eine Bevorzugung in Betracht ziehen würde.
„Wir würden nur dann eine Bevorzugung in Betracht ziehen, wenn ein Fahrer aus dem Titelkampf ausgeschieden wäre und der andere gegen einen Fahrer eines anderen Teams antreten müsste.“
Antonelli führt aktuell die Fahrerwertung mit 156 Zählern an, Russell ist Dritter mit 106 Punkten. Mercedes bekräftigt sein Engagement, beiden Fahrern gleiche Chancen im Titelkampf zu gewährleisten.
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