Nico Rosberg hat mit seinem Sieg in Singapur die WM-Führung wieder zurückerobert, allerdings beträgt sein Vorsprung vorm GP von Malaysia gerademal acht Punkte
Auch wenn der Grand Prix von Malaysia seit 1999 im Rennkalender der Königsklasse ist, zählt er dennoch zu den wenigen „neuen“ Strecken, die sich in der Formel als „junge Klassiker“ etablieren konnten. Rennen in Asien war Ende der 1990er und Anfang der 2000er Bernie Ecclestones Lieblingsbeschäftigung, denn die Asiaten waren bereit Umengen an Dollars in die Hand zu nehmen, um sich die besten Rennfahrer der Welt ins Land zu holen. Doch verschiedene, teuer gebaute Anlagen wir Istanbul (Türkei), Greater Noida (Indien) oder Yeongnam (Korea) fielen schon nach wenigen Austragungen wieder aus der WM. Ganz anders die Megapiste in Sepang, eine knappe Autostunde außerhalb der Glitzermetropole Kuala Lumpur. Die von Stararchitekt erbaute, 5.545 Meter lange Schleife ist von zwei langen Gerade mit Haarnadelkurven und einer extremen, bis 22 Meter erreichenden Streckenbreite gekennzeichnet. Bislang waren die Rennen in Sepang immer von großer, feuchttropischer Hitze geprägt, in denen auch der eine oder andere Sturzregen so manches Grand Prix Resultat durcheinanderwirbelte. Unvergessen sicherlich der Abbruch 2009, als Jenson Button in der Boxengasse zum Sieger erklärt wurde, während Kimi Räikkönen als einziger Fahrer bereits längst in Boxershorts gewechselt war und sich ein Eis gönnte.
Überraschung durchs Wetter?
Doch heuer könnte alles anders werden, denn der Malaysia GP wurde im Kalender von Ende März wieder in den Oktober verlegt. Lediglich die ersten beiden Ausgaben 1999 (Sieger Eddie Irvine) und 2000 (Sieger Michael Schumacher) wurden im Herbst gefahren. Bei beiden Rennen waren die Bedingungen durchgehend trocken und extrem heiß. Selbstverständlich sind die beiden Mercedes von WM-Leader Nico Rosberg und Titelverteidiger auch die Favoriten für den Sieg in Sepang kommendes Wochenende. Die Silberpfeile sind bei trockenen Bedingungen und auf Strecken mit langen Gerade immer noch das Maß aller Dinge. Aber Red Bull hat bewiesen, dass man mit dem neuen Motorupgrade nähergekommen ist und sogar auf Hochgeschwindigkeitsstrecken keine schlechte Figur macht. Ferrari war zu Saisonbeginn auf Top-Speed-Pisten stark, hatte zuletzt aber nachgelassen. Für eine Überraschung könnten Williams oder Force India sorgen, die bei Hitze gut mit den Reifen zurechtkommen.
Gute Erinnerungen
Mit einem guten Gefühl kehrt Ferrari-Star Sebastian Vettel nach Malaysia zurück, gewann er dort im Vorjahr doch seinen ersten Grand Prix für die Roten. Auch wenn der Rückstand auf die Silberpfeile in den vergangenen Rennen doch zum Teil beträchtlich war, rechnet sich der Vierfach-Sieger von Sepang doch etwas aus. „Malaysia ist immer ein spezielles Rennen. Hier kann viel passieren, denn die Hitze und der Belag beanspruchen die Reifen und Bremsen enorm. Zudem kann es hier auch immer wieder aus heiterem Himmel schütten. Mal sehen, was wir diesmal alles geboten bekommen“, so der Deutsche. Ebenfalls gute Erinnerungen an die Strecke nahe KL hat Fernando Alonso, der dort auch schon dreimal siegte. „Zum Sieg wird’s diesmal nicht reichen, aber wir haben in den letzten Rennen einige Fortschritte gemacht. Es wäre schön, wenn wir dort anknüpfen und den Wagen weiterentwickeln könnten.“
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