Die Stimmung in der Formel 1 ist vor dem Grand Prix von Österreich angeheizter denn je. Die über 150.000 Fans dürfen sich auf ein Spektakel freuen
WM-Leader Sebastian Vettel steht nach seinem „Rowdie-Rempler“ gegen Lewis Hamilton in Baku unter Beobachtung. Einen weiteren Ausraster darf sich der Ferrari-Star nicht leisten, ansonsten droht eine Zwangspause, die ihn wichtige Zähler im Titelkampf kosten würde. Sein schärfster Rivale Hamilton gießt indes noch mehr Öl ins Feuer, indem er sich vor wenigen Tagen als Riesenfan der Scuderia geoutet hat und einen Wechsel zu den Roten zu einem späteren Karriere-Zeitpunkt nicht ausschließt. Auch wenn der 32-Jährige noch einen Vertrag mit Mercedes bis Ende 2018 hat, so werden derartige Äußerungen Vettel nicht kalt lassen.
Bottas will siegen
Das Duell an der Spitze interessiert Hamiltons Teamkollegen bei den Silberpfeilen, Valtteri Bottas, kein bisschen, denn der Finne möchte in Spielberg selbst gewinnen und damit in der WM aufschließen. Aktuell liegt Bottas mit 111 Zählern auf Rang 3, doch sein Rückstand auf Vettel beträgt nur 42, auf Hamilton gar nur 28 Punkte. „Die Meisterschaft ist noch lange. Ich finde mich im Team immer besser zurecht und unser Wagen ist großartig.“ Nun möchte er genau dort, wo er 2014 sein erstes Formel-1-Podium holte, den zweiten Sieg seiner Karriere feiern. „Ich habe in Sotschi bewiesen, dass ich gewinnen kann und die Strecke in Österreich liegt mir. Also warum sollte es nicht noch einmal klappen.“
Bullen im Aufwind
Aber auch die Hausherren wollen am Red Bull Ring wieder ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Nach dem überraschenden, aber umso mehr gefeierten Erfolg von Daniel Ricciardo in Aserbaidschan, möchten die Renndosen auf der Heimstrecke nachlegen. „Max (Verstappen) war hier letztes Jahr Zweiter. Und ich habe mit Spielberg noch eine Rechnung offen. Hier hat es für mich noch nie wirklich geklappt, also wird’s höchste Zeit“, zeigt der Aussie sein bekanntes Grinsen. Die Formkurve zeigt bei den Bullen deutlich nach oben, nicht nur ergebnistechnisch. „Wir haben seit Saisonbeginn sicher mehrere Zehntel gegenüber Mercedes und Ferrari gefunden und gehen davon aus, dass wir noch näher herankommen werden. Natürlich sind wir auch in Spielberg nicht die Favoriten, aber wenn die anderen Fehler machen, werden wir da sein“, kündigt Red Bull Motorsport Direktor Helmut Marko an.
Williams greift an
Nach Lance Strolls sensationellem dritten Platz beim GP von Aserbaidschan ist das Williams Team genau vor einem ihrer Lieblingsrennen in Form gekommen. In den letzten drei Jahren stand der Traditionsrennstall aus Grove in der Steiermark einmal auf der Pole und holte zwei Stockerlplätze. Um weiter Boden auf Force India im Kampf um Platz 4 in der Konstrukteurswertung gut zu machen, sollte man diese Serie fortsetzen. „Spielberg war fast immer gut zu uns. Die Strecke liegt unserem Wagen und unseren Piloten. Wir denken daher, dass wir auch heuer wieder am Podium kratzen können“, hofft Teamchefin Claire Williams. Aber Force India ist inzwischen auch ein halbes Heimteam, denn Dank des neuen Sponsors BWT, einem österreichischen Wassertechnikunternehmen, halten viele rot-weiß-rote Fans nun auch die Daumen für die pinken Boliden der Inder, bei denen Nachwuchshoffnung Lucas Auer am Hungaroring den F1 Young Driver Test absolvieren soll.
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