Die italienische Traditionssschmiede Alfa Romeo kehrt 2018 als Partner von Sauber wieder in die Formel 1 zurück – Formelaustria stellt Euch den ersten Konstrukteursweltmeister in der Geschichte der Königsklasse genauer vor
Anfang der 1950er dominierte das Alfa Romeo Werksteam die Formel 1. Nino Farina gewann 1950 die Weltmeisterschaft mit drei Siegen vor seinem Markenkollegen Juan Manuel Fangio, der ebenfalls dreimal siegreich blieb. Die Italiener holten den Konstrukteurstitel mit fünf von sechs Erfolgen überlegen nach Turin. In der Folgesaison ging zwar der Fahrertitel erneut an Alfa, denn Fangio gewann wieder dreimal und wurde vor dem aufstrebenden Ferrari-Piloten Alberto Ascari Weltmeister. Allerdings holte sich die junge Scuderia Ferrari unter der Führung des ehemaligen Alfa-Romeo-Rennleiters Enzo Ferrari mit seinen nach dem Zweiten Weltkrieg neu entwickelten Fahrzeugen bereits die meisten Punkte. Alfa entschied sich gegen eine Neuentwicklung von Fahrzeugen und zog sich zum Ende des Jahres aus der Formel 1 zurück.
Comeback Ende der 1970er
Erst rund ein Vierteljahrhundert später kehrten die Italiener vor allem Dank der Überzeugungsarbeit von Stardesigner Carlo Chiti als Autodelta Team in die Königsklasse zurück. Beim Belgien GP 1979 feierte der Alfa Romeo 177 mit Bruno Giacomelli am Steuer sein Debüt. Das zweite Alfa-Werksteam konnte aber nie an die Erfolge der ersten Teilnahme anschließen. Zwischen 1979 und Ende 1985 erreichte Alfa Romeo zwei Pole Positions und fünf Podiums. 1980 führte Bruno Giacomelli den Großteil des United States Grand Prix an, bevor er mit Elektrikdefekt verlangsamen musste. Nach Platz 4 in Kanada, wurde er in den USA aber noch guter Dritter. Dennoch war das Fahrzeug einfach zu wenig standfest. 1982 ersetzte der junge Italiener Andrea de Cesaris Ex-Weltmeister Mario Andretti. De Cesaris präsentierte sich pfeilschnell, holte in Long Beach sogar die Pole Position, schied aber mit dem launischen Alfa in zehn von 16 Saisonläufen aus, meist aufgrund technischer Defekte.
Highlight-Saison 1983
Die beste Saison des Teams war 1983, als das Team auf den Turbomotor 890T V8 wechselte und Platz 6 in der Konstrukteurswertung einfuhr. Dies gelang vor allem Dank zweier zweiter Plätze von Andrea de Cesaris. Der 890T V8 erwies sich aber zu „durstig“. Nachdem man das Problem aber nicht in den Griff bekam, musste immer wieder der Ladedruck reduziert und damit auf Power verzichtet werden. 1984 holte Riccardo Patrese in Italien den Stockerplatz für sein Team. 1985 war endgültig Schluss.
Alfa Romeo mit Autodelta und Euroracing in der Formel 1
| Saison | Teamname | Chassis | Motor | Fahrer | Fahrer | Punkte | WM |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1979 | Autodelta | Alfa Romeo 177 Alfa Romeo 179 |
Alfa Romeo 115-12 Alfa Romeo 1260 V12 |
Bruno Giacomelli | Vittorio Brambilla | 0 | – |
| 1980 | Marlboro Team Alfa Romeo | Alfa Romeo 179 | Alfa Romeo 1260 V12 | Bruno Giacomelli | Patrick Depailler Vittorio Brambilla Andrea de Cesaris |
4 | 11 |
| 1981 | Marlboro Team Alfa Romeo | Alfa Romeo 179 | Alfa Romeo 1260 V12 | Bruno Giacomelli | Mario Andretti | 10 | 7 |
| 1982 | Marlboro Team Alfa Romeo | Alfa Romeo 179D Alfa Romeo 182 |
Alfa Romeo 1260 V12 | Bruno Giacomelli | Andrea de Cesaris | 7 | 9 |
| 1983 | Marlboro Team Alfa Romeo | Alfa Romeo 183T | Alfa Romeo 890T V8 Turbo | Andrea de Cesaris | Mauro Baldi | 18 | 6 |
| 1984 | Benetton Team Alfa Romeo | Alfa Romeo 184T | Alfa Romeo 890T V8 Turbo | Riccardo Patrese | Eddie Cheever | 11 | 8 |
| 1985 | Benetton Team Alfa Romeo | Alfa Romeo 185T Alfa Romeo 184TB |
Alfa Romeo 890T V8 Turbo | Riccardo Patrese | Eddie Cheever | 0 | – |
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