Die Teams der Formel 1 ziehen eine erneute Abschaffung der Tests während der Saison zum nächsten Jahr in Erwägung, um die Kosten zu reduzieren.
Änderung für 2015 geplant
Für die laufende Saison hatten die Teams einer begrenzten Anzahl Testfahrten nach gewissen Rennwochenenden zugestimmt. In Bahrain und Spanien wurde bereits getestet, weitere Läufe sind nach dem England-Wochenende sowie in Abu Dhabi geplant. Doch obwohl einige Teams den Wert der Tests zu schätzen wissen, sind längst nicht alle von deren Rechtfertigung überzeugt, denn zum einen bedeuten sie zusätzliche Ausgaben, zum anderen extra Stress für das Personal. Neben einer möglichen Verbannung der In-Season-Tests gibt es ebenso Überlegungen, die Testfahrten vor Saisonbeginn im kommenden Jahr zu beschneiden. So ist es relativ wahrscheinlich, dass es 2015 nur noch zwei Testphasen geben wird – im Gegensatz zu drei in diesem Jahr. Auch scheint es aufgrund der gestiegenen Kosten in dieser Saison den Wunsch zu geben, möglichst nicht außerhalb Europas zu testen. Vielleicht wird die Formel 1 demnach nächstes Jahr nur zweimal in Spanien testen.
Sportliches Reglement beste Möglichkeiten um Kosten zu senken
Der Vorschlag, die Kosten auf diese Weise über das Sportliche Reglement zu reduzieren, findet unter anderem bei James Allison, dem Technik-Direktor von Ferrari, Anklang. Für ihn wäre es der deutlich angenehmere Weg, als über das Technische Reglement gehen zu müssen. „Generell ist das Technische Reglement nicht gerade das beste Feld, um Kosten zu sparen“, reagiert er auf die Kommentare von FIA-Präsident Jean Todt, der die aktuellen Bestrebungen als „Witz“ bezeichnete. „Das Sportliche Reglement war in dieser Hinsicht eigentlich immer effektiver. Die größte Menge an Geld können wir wahrscheinlich sparen, wenn wir uns auf die sportliche Seite konzentrieren“, meint James Allison. „Im gleichen Atemzug muss ich aber sagen, dass es auch auf technischer Seite viel zu sparen gibt. Ich denke, es ist falsch zu behaupten, diese Dinge seien ein Witz. Es gibt sehr viele Vorschläge; die müssen jetzt nur besprochen werden, damit die, die wirklich ein ‚Witz‘ sind, durchs Sieb fallen, und die guten hängenbleiben. Hoffentlich sind die Fragen der Nachhaltigkeit bald vom Tisch.“
Keine verrückten Diskussionen starten
McLaren-Renndirektor Eric Boullier glaubt derweil, dass die Formel 1 vorsichtig sein muss, nicht zu viele neue Regeln in zu kurzer Zeit zu machen, weil dies die Kosten in Wirklichkeit eher ansteigen statt sinken lassen würde. „Wir müssen uns vorsehen. Je mehr wir verändern, desto mehr Geld müssen wir auch in die Hand nehmen, um unser Business den neuen Regeln anzupassen“, warnt der Franzose. „Wir wissen eigentlich, dass der beste Weg zu sparen wäre, wenn die Regeln ein paar Jahre lang stabil blieben. Gleichzeitig gibt es aber ein paar große Diskussionen über das Format des Rennwochenendes, den Preis der Antriebseinheit oder Einschränkungen im Windkanal, wo wir potenziell mehr Geld sparen könnten“, so Eric Boullier. „Das versuchen wir, für die Zukunft zu erreichen, ohne uns dabei in verrückten Diskussionen zu verlieren. Denn wir könnten das Gegenteil von dem bewirken, was wir eigentlich wollen.“
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