Abiteboul warnt vor Kosten-Krieg

Renault-Boss Cyril Abiteboul warnt die F1 davor, dass durch die enormen und steigenden Motorkosten die Königsklasse Hersteller verlieren könnte.

Liberty Media hat es sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die F1 für weitere Motor-Hersteller interessant zu gestalten und diese in die Königsklasse zu holen. Der Renault-Boss Cyril Abiteboul fürchtet aber, dass durch die steigenden Kosten die F1 Hersteller verlieren könnte, denn er meint, dass man derzeit für die hohen Summen, die man investiert, eher belohnt als bestraft wird und nicht jeder kann da auf Dauer mithalten.

Als Beispiel führt der Franzose die Partnerschaft von Honda und Toro Rosso an. Der japanische Hersteller kann auf drei katastrophale Jahre mit McLaren zurückblicken, doch der Motor-Hersteller hat in diesem Jahr mit Toro Rosso erhebliche Fortschritte gemacht, und in der nächsten Saison kann sich Honda auch über einen weiteren Kunden, nämlich Red Bull, freuen. Dies liegt vor allem an den hohen Investitionen, die Honda gemacht hat, meint Abiteboul: „Es ist keine Überraschung, denn es war bereits im vergangenen Jahr sehr deutlich, dass Honda sehr schnell Fortschritte macht. Zuverlässigkeit gab es letztes Jahr nicht, aber es war sehr klar, ich erinnere mich an Spa, da gab es ein klares Signal, das darauf hindeutete, dass Honda eine große Investition, was wir verstehen, tätigen wird.“

„Es ist auch keine Überraschung, dass sich das auszahlt, weil wir immer noch eine F1 haben, die belohnt wie viel man ausgibt und nicht wie man es ausgibt. Und das ist ein Problem.“, warnt der Renault-Chef. „Das ist meiner Meinung nach unvertretbar. Es mag sich jetzt für Honda auszahlen, aber irgendwann wird es für einen der vier unvertretbar sein – und wer weiß, was dann passieren wird. Ich denke die F1 kann es sich nicht leisten, einen von ihnen zu verlieren.“, sagt Abiteboul.

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