Österreichs Motorsportfans wünschen sich sehnlichst wieder einen heimischen Formel 1 Piloten. Auf welche Youngster sollten daher die Augen gerichtet sein?
Der Formelsport ist in den letzten Jahren immer teurer geworden und für rot-weiß-rote Talente nahezu unbezahlbar. Österreich deklariert sich vorwiegend als Wintersportnation und Kulturland, weswegen die Motorsportler nahezu auf sich allein gestellt sind. Für rennsportaffine Unternehmen wie Red Bull ist der heimische Markt zu klein, für andere wie die zahlreichen High-Tech Zulieferer wie AVL, Pankl, Böhler, etc. macht klassische Werbung keinen Sinn.
Dennoch ist es einigen wenigen gelungen, sich einerseits durch den enormen Einsatz ihrer Familien und privater Gönner, und andererseits durch Initiativen wie das Formelaustria Young Driver Programme im Formelfahren Fuß zu fassen. Wie heißen nun die Piloten, denen die österreichischen Fans in der Rennsaison 2025 die Daumen drücken sollten?
- Charlie Wurz: der zweite Sohn von Ex-F1 Pilot Alex Wurz gewann mit Prema 2022 die F4 UAE und wurde Vierter in der italienischen Formel 4, der stärksten F4 Meisterschaft Europas. 2023 folgte der Titel in der prestigeträchtigen F3 Serie Formula Regional Oceania in Neuseeland. In der europäischen Formula Regional lief es bei ART nicht wirklich, umso besser dann in der Euroformula Open F3. Letzte Saison stieg Charlie in die FIA Formula 3 auf, hatte aber bei Jenzer kein glückliches Jahr. Deutlich mehr Erfolgschancen sollte er heuer beim Topteam Trident haben, die 2023 und 2024 immer den Champion stellten. Charlie wird von Formelaustria unterstützt und ist auch Markenbotschafter.
- Joshua Dufek: ist ein in London geborener Austro-Schweizer, der 2020 ausgezeichneter Vierter in der spanischen F4 wurde. Nach P7 in der Italian F4 in der Folgesaison stieg Josh in die Formula Regional Europe F3 auf und wurde als Rookie guter Neunter. Nachdem es 2023 dort nicht mehr rund lief, wechselte auch er mit Erfolg in die Euroformula Open F3. 2024 ging auch Dufek in der FIA Formula 3 an den Start, allerdings lief beim PHM Racing Team so gut wie alles schief. Heuer geht Josh mit Hitech in die Meisterschaft.
- Oscar Wurz: Alex und Julia Wurz‘ jüngster Sohn gilt als pfeilschnell, aber auch oft ungestüm. Oscar stieg erst 2023 erstmals in ein Formelauto, wurde in der dänischen Formel 4 ohne Streckenkenntnisse 12., war aber schon in der Saudi F4 Trophy mit ein wenig mehr Erfahrung und zwei Siegen in vier Rennen der Beste. Nach P5 in der F4 Saudi Arabia 2024, sicherte er sich den Titel im F4 Central European Championship. 2025 wird Oscar mit Drivex im F3 Eurocup an den Start gehen. Auch er wird von Formelaustria unterstützt und ist Markenbotschafter.
- Simon Schranz: Nach wenigen Karteinsätzen, empfahl sich der Tiroler vor allem als Top Simracer für das Formelaustria Young Driver Programme. Im Rahmen dessen konnte Simon 2024 sein Talent zeigen, gewann souverän den F4 Carbonia Cup und holte bei seinem Debüt in der F4 CEZ an den letzten beiden Rennwochenenden in sechs Läufen fünf Top 6 Plätze, darunter dreimal P4. 2025 bestreitet Schranz die F4 Formula Winter Series in Portugal und Spanien, sowie die gesamte F4 CEZ Saison.
- Niklas Schaufler: Der junge Oberösterreicher wurde zuunächst von F1 Sponsor BWT und später von Red Bull im Kart gefördert, wo er sich über die verschiedenen Kategorien hinweg zu einem Topfahrer entwickelt hat. Letzte Saison siegte er schließlich beim Kart Team von Fernando Alonso beim WSK Champions Cup in der OK Junior Klasse. Im Jänner 2025 wird Niklas 15 und ist damit alt genug für die Formel 4. Der Linzer wird Teil des Red Bull Junior Teams und war bereits in Portugal und Spanien testen. Wahrscheinlich wird er in der spanischen Formel 4 an den Start gehen.
- Emma Felbermayr: im Alter von sieben Jahren begann die Welserin im Kartsport und durchlief viele Klassen erfolgreich. Letztes Jahr nahm Emma an allen großen Schaltkart-Events weltweit teil, wie etwa die WSK-Karting Serie oder die Welt- und Europameisterschaften. 2025 wird sie für Sauber Motorsport in der F1 Academy, der Formel 4 Serie ausschließlich Frauen im Rahmenprogramm der Formel 1. Gleichzeitig wird sie auch in der spanischen F4 Meisterschaft starten.
Abseits dieser sechs Aushängeschilder, gibt es noch zahlreiche heimische Starter in unteren Klassen, die natürlich auch jede Menge Zuspruch von den Fans verdient haben!
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