Berger: Ferrari funktioniert besser mit ausländischer Führung

Ex-Ferrari Star Gerhard Berger fürchtet, dass die Italiener wieder einmal in der Komfortzone verharren, weil sie zu viele Italiener an Bord haben

Berger, der in den 1980ern und 1990ern erfolgreich für die Roten unterwegs war, ist sicher, dass Ferrari „oft in einer Komfortzone“ steckenbleibt, weil es ein rein italienisches Team ist. Sie haben immer am meisten profitiert, wenn sie unterschiedliche Kulturen im Team hatten.“

Bestes Beispiel dafür ist für den Tiroler die dominierende Phase des Traditionsrennstalls in den frühen 2000er Jahren, als der Deutsche Michael Schumacher, der Franzose Jean Todt und der Brite Ross Brawn die Leitung des italienischen Stalls hatten und ihn zum Erfolg führten. „Bei Ferrari herrscht wieder einmal diese italienische Kultur, die wir alle als supernett finden und lieben, und die eine großartige Atmosphäre schafft. Aber vielleicht fehlt da manchmal dieser Killerinstinkt, da braucht es eine andere Art von Management, von Teamführung“ sagt Berger im Podcast „In The Fast Lane“.

„Mit ausländischem Management wie damals Jean Todt, Ross Brawn oder Rory Byrne – die besten Leute zu dieser Zeit auf der Welt – gemischt mit Italienern – das funktioniert normalerweise ganz gut. Sie hatten immer absolute Toppiloten, großartige Fahrer von Fernando Alonso, Sebastian Vettel. Nigel Mansell, Alain Prost, Jean Alesi, oder mich. Dennoch konnten wir es rein italienisch nicht schaffen.“

Berger hielt fest, dass „aber zwei Jungs waren in der Lage, das Potenzial von Ferrari zu nutzen und daraus ein Gewinnerteam zu machen – Niki Lauda und Michael Schumacher. Wenn die Italiener allein sind, fallen sie gerne in eine Komfortzone. Das gilt es für 2021 und 2022 zu vermeiden.“

2020 wurde Ferrai nur Sechster in der Konstrukteurswertung, gewann keinen Rennen und holte nur drei magere Stockerlplätze. Es war das schlechteste Abschneiden in vier Jahrzehnten. Dennoch durfte Teamchef Mattia Binotto bleiben und auch sonst gab es nur wenige Änderungen im Führungsstab. Die offensichtlichste Personalie war der Tausch von Sebastian Vettel im zweiten Wagen neben Charles Leclerc durch den Spanier Carlos Sainz.

 

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