Toto Wolff hat die Kritikpunkte der Fahrer und Fans an der „neuen“ Formel 1 heruntergespielt.
Der Mercedes-AMG Petronas F1 Team Boss ist überzeugt, dass die Urteile über frühere Formel-1-Generationen oft von einer gewissen Nostalgie geprägt sind.
„Ich habe noch keinen Fahrer besonders lobend über frühere Autos sprechen hören und sagen hören, sie seien die besten gewesen.“
Für den Österreicher ist es verständlich, dass Fahrer auf solch bedeutende technische Veränderungen reagieren, doch diese Reaktionen müssen im größeren Kontext betrachtet werden.
Wolff erinnert daran, dass die Formel 1 nach wie vor ein Sport sei, in dem zahlreiche Akteure – Teams, Hersteller, Verbände und Veranstalter – ein direktes Interesse an der Weiterentwicklung des Produkts hätten.
„Wir neigen dazu, sehr nostalgisch zu sein und uns auf die Vergangenheit zu konzentrieren. Es ist klar, dass wir alle an diesem Sport beteiligt sind. Wir brauchen eine außergewöhnliche Show, die besten Autos der Welt und die besten Fahrer. Es muss die Fans begeistern.“
Er unterstreicht, dass die Gefühle der Fahrer zwar wichtig seien, aber nicht der einzige Indikator für den Erfolg eines Reglements.
„Die Sichtweise der Fahrer ist eine wichtige Perspektive. Aber… Stefano (Domenicali, F1 CEO) würde sagen, dass für ihn nur zählt, dass die Fans Spaß daran haben.“
„In diesem Zusammenhang bleiben die öffentliche Reaktion und die Attraktivität des Spektakels die wichtigsten Kriterien für die Bewertung der Wirksamkeit der neuen Regeln. Wenn das Produkt bei den Zuschauern Anklang findet, kann der Sport den Übergang zu dieser neuen Fahrzeuggeneration als Erfolg werten.“
Wolff weist darauf hin, dass die Formel 1 einen gewissen Spielraum hat, ihr Reglement bei Bedarf anzupassen. „Wenn Änderungen nötig sind, wenn wir uns anpassen müssen, bietet uns die Formel 1 die Flexibilität, solche Entscheidungen jederzeit zu treffen.“
Mercedes erlebte einen blitzsauberen Start in die neue F1 Saison, dominierte das Wochenende in Melbourne und schnappte sich einen Doppelsieg. Dementsprechend wäre eine Kritik Wolffs am neuen Regelwerk mehr als überraschend gewesen.
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