Wendlinger: „Binotto hat an den richtigen Stellschrauben gedreht“

Karl Wendlinger hat im „AvD Motor & Sport Magazin“ auf SPORT1 die neue Stärke von Ferrari und seines Kundenteams Haas analysiert

Karl Wendlinger über:

… die Wiederauferstehung von  Ferrari: „Ein erfolgreiches Ferrari Team ist für den Motorsport und die Formel 1 immer gut. Sie haben letztes Jahr keine Rolle in der Weltmeisterschaft gespielt, waren aber immerhin auf der dritten Position. Sie haben richtig abgewogen, wann sie beginnen, für 2022 zu planen, aber auch 2021 weiter gute Leistungen zu bringen. Das allein reicht aber natürlich nicht.“

… Scuderia Boss Binotto: „Mattia Binotto, der als Teamchef schon stark in der Kritik stand, hat an den richtigen Stellschrauben gedreht, hat den Antrieb stark verbessert und zuverlässiger gemacht. Aber auch ansonsten hat er die richtigen Schlüsse für das neue Reglement gezogen. Sie haben auf jeden Fall das Potenzial die ganze Saison vorne mitzufahren.“

… Sieger Charles Leclerc: „Ich habe ihn das ganze Wochenende souverän gesehen. Nicht, dass er alle in den Schatten stellen konnte, aber er hat das Potenzial des Wagens und auch seines voll genutzt. Natürlich hat geholfen, dass er nach dem Start vorne war.“

… das starke Haas-Team: „Der Aufschwung liegt sicherlich auch am starken Ferrari-Motor. Der ist sehr gut und stark. Die Verbindung von Haas zu Ferrari als Kundenteam ist eng und davon konnten die Amerikaner jetzt profitieren, weil der Ferrari ja auch das beste Auto in Bahrain war. Kevin Magnussen hatte aber auch ein sehr starkes Wochenende.“

… Nico Hülkenberg: „Das war eine tolle Leistung. Ohne Testfahrten mit einem neuen Auto und neuem Reglement. Aber eigentlich muss sich Lance Stroll fragen, was er bei den Testfahren gemacht hat. Ich will die Leistung von Nico gar nicht schmählern, aber da waren tagelange Testfahrten und Nico kommt und stellt Stroll in den Schatten.“

ein mögliches Karriereende von Sebastian Vettel: „Das kann ich schwer einschätzen, aber er hat sich sicher gut vorbereitet über den Winter. Er hat jetzt definitiv die Erkenntnis, dass das Auto weit abgeschlagen ist. Das war noch schwächer, als in der letzten Saison und es wird sicher schwer, da hinten wieder rauszukommen. Ich glaube aber, dass er nach seiner Genesung wiederkommt und sein Bestes gibt. “

 

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