Fernando Alonso verlässt also seinen Arbeitgeber Ferrari vorzeitig. Doch wohin geht der Doppelweltmeister?
Luca di Montezemolo hat dem italienischen Fernsehen gesagt, dass „Fernando aus zwei Gründen geht. Erstens will er ein anderes Umfeld; zweitens, weil er in einem Alter ist, in dem er nicht mehr darauf warten kann, wieder gewinnen zu können.“ Klingt nachvollziehbar, auch wenn der Spanier selbst noch schweigt.
Seinen Platz bei Ferrari wird wohl Sebastian Vettel einnehmen und die RTL-Zuschauer glücklich machen, denn diese werden plötzlich wieder „Schumi-Gefühle“ verspüren. Doch was macht nun Alonso 2015?
McLaren-Honda?
Das Team aus Woking wäre die logische Option, denn einerseits wirft Ron Dennis immer mit Geld um sich und zweitens will Honda unbedingt einen Superstar im Boliden um das Comeback in der Formel 1 gebührlich anzugehen. Dass der 33-Jährige immer noch ein Titelanwärter ist, steht außer Frage. Geht Alonso zu McLaren, muss sich wohl Jenson Button verabschieden. Aber alle haben noch die Skandalsaison 2007 inklusive Spygate im Kopf.
Lotus-Mercedes?
Nach seiner Flucht von McLaren Ende 2007 war das ehemalige Renault Team sein Refugium. Aber im Gegensatz zum Vorjahr sind die Schwarz-Goldenen 2014 grausam mies und eine Besserung scheint auch in der kommenden Saison trotz Mercedes-Motorenvertrag nicht wirklich in Sicht. Auf alle Fälle würde Alonso hier nicht um den WM-Titel fahren können.
Mercedes AMG?
Obwohl zuletzt zahlreiche Medien kolportierten, dass Lewis Hamilton die Deutschen wieder verlassen könnte, ist das blanker Unsinn. Der Brite wird laut Niki Lauda und Toto Wolff auch 2015 im Silberpfeil sitzen, egal ob er heuer den WM-Titel holt oder nicht. Bei Red Bull Racing sind ja bereits die Weichen gestellt.
Williams-Mercedes?
Sir Frank ist mit seinem derzeitigen Line-Up sehr zufrieden und hat Valtteri Bottas bzw. Felipe Massa auch schon bestätigt. Zudem ist Williams noch nicht wieder so stabil um in den WM-Kampf eingreifen zu können.
Sabbatical?
Sollte Alonso also nicht bei McLaren unterzeichnen, ist am wahrscheinlichsten, dass der Spanier wie Alain Prost seinerzeit eine einjährige Pause einlegt um auf ein freies Cockpit bei Mercedes zu warten. Nach eigener Aussage hat er aber seinen konkreten Plan bereits seit drei Monaten im Kopf.
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