Das Rennwochenende in Monza wurde vor allem durch lange Verzögerungen, vielen Strafversetzungen und einem aufregenden Start geprägt, doch was könnte die F1 daraus lernen?
Zu viele Rückversetzungen
Was vermutlichen Vielen vom Wochenende in Erinnerung geblieben ist, sind die vielen Rückversetzungen. Nur drei Fahrer, nämlich Lewis Hamilton, Carlos Sainz Jr. und Jolyon Palmer, behielten ihren ursprünglichen Startplatz, alle anderen 17 Fahrer starteten von anderen Plätzen aus, ein pures Chaos. Das wirft kein gutes Bild auf die Königsklasse des Motorsports und vor allem Journalisten, Fahrer und Teams sind mit dieser Situation oft nicht glücklich und frustriert. Grund für die vielen Rückversetzungen ist meist der Austausch einer Motoreinheit. Mit der aktuellen Limitierung will man auch eine Grüne F1 schaffen, doch das gelingt nicht wirklich. So lautet der Plan für 2021 einfacher, billiger und lauter und viele sehnen diesen Tag schon herbei.
Schlechtes Wetter
Lange Wartezeiten hatten die Fans auf der Strecke, die Zuseher zu Hause und die Teams zu überbrücken, als am Samstag in Monza starker Regen einsetzte. Nach dem Dreher von Grosjean wurde abgebrochen und die Entscheidung über den weiteren Verlauf fast viertelstündlich aufgeschoben. Aber was kann man tun, damit die Autos auch bei Regen auf der Strecke bleiben? Ein Weg wäre sicherzustellen, dass alle Strecken gleich auf Regen vorbereitet sind. Fernando Alonso erklärt, dass auf der neu asphaltierte Geraden sich das meiste Wasser befand: „Ich glaube das einzige Problem war der Asphalt auf Start/Ziel Linie. Sie hätten den Asphalt ein paar Wochen vorher machen müssen und sicherstellen, dass er auch für starken Regen geeignet ist. Bei sintflutartigen Regen müssen wir eben aufhören und verschieben. Das passiert manchmal in Malaysia. Es war aber nicht der starke Regen, sondern, dass der Kurs nicht richtig vorbereitet war.“ Bei diesem Vorfall wurde auch vor allem die Race Control kritisiert und einige fragten sich, warum man den Traktor, der das Wasser von der Geraden geblasen hat, nicht schon früher eingesetzt hat.
Track Limits
Ein weiteres heißes Thema sind die Streckenbegrenzungen. Nicht nur in Monza, sondern auch auf anderen Kursen wird oft viel darüber diskutiert. In Monza nutzen die Fahrer in den freien Trainings die Auslaufzone in der Parabolica hauptsächlich um sich für die Start/Ziel Gerade gut zu positionieren. Am Samstag wurde dort ein Kerb installiert um dies zu verhindern. „Ich mag es nicht, dass die Parabolica kein Kiesbett mehr hat. Jetzt ist alles Asphalt und es ist keine Herausforderung mehr. Früher hätte dies dein Rennen beenden können.“, erklärt Daniil Kvyat vor dem Rennen. Ein Lösungsansatz wäre ein kleinerer Streifen Asphalt und dann ein Kiesbett, dass verhindert, dass die Fahrer mit mehr als zwei Reifen die weiße Linie überqueren. Die großzügigen Auslaufzonen beeinflussen auch das Fahrverhalten, so haben alleine im GP3 Rennen waghalsige Überholmanöver in den Schikanen stattgefunden, da die Fahrer wissen, dass die asphaltierte Auslaufzone sie schützen würde. „Ich würde die Autos sicherer machen, aber auf der anderen Seite extremere Streckendesigns vorziehen. Das bedeutet, wenn einer weit über die Strecke hinausgeht, dass da keine 20 Meter lange asphaltierte Auslaufzone ohne Konsequenzen ist, sondern ein Kiesbett.“, sagt Alexander Wurz zu den Track Limits.
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