Warum es bei Alonso (noch) nicht läuft?

Als die Nachricht kam, dass Fernando Alonso 2021 in die Formel 1 zurückkehren würde, freuten sich die Fans enorm. Daher waren die Hoffnungen groß, dass seine Rückkehr mit Alpine F1 stark sein würde. Leider war dies bisher nicht der Fall. Warum?

Der zweimalige Weltmeister gilt immer noch als einer der stärksten Fahrer der letzten Jahre, der immer das Maximum aus einem Wagen und dem Team herausholen konnte. Auch wenn es bei McLaren zwischen 2015 und 2018 nicht lief, lag dies kaum an dem Spanier. Alonso hat sich oft im Auto nicht wohl gefühlt und wurde an mehreren Wochenenden von Teamkollege Esteban Ocon überflügelt. Der Doppelweltmeister hat daraus auch kein Hehl gemacht und ist weiterhin positiv für sein Comeback.

Das Auto?

Da Alpine F1 zu Saisonbeginn mit dem Speed kämpfte, glaubte Alonso damals, dass das Auto nicht das erhoffte Leistungsniveau habe. In den letzten Grands Prix scheint das Team jedoch konkurrenzfähiger gewesen zu sein und Ocon konnte mit Ausnahme des Saisonauftakts in Bahrain in jedem Rennen punkten. „Ich hatte erwartet, dass ich nach 2-3 Rennen bei 100% sein würde, aber das ist nicht der Fall. Es wird wohl noch länger dauern, dass ich mich an den Wagen und die neuen Gegebenheiten gewöhne“, so Alonso in Monaco. „Ich kämpfe immer noch darum, das volle Potenzial des Autos abzurufen.“ Der Alpine F1 ist unruhig, reagiert anders als die Rennwagen, die Alonso im Vorfeld getestet hatte. Alonso hat oft Probleme, die Reifen ins richtige Temperaturfenster zu bekommen, wodurch der neue Dienstwagen viel rutscht. „Es geht um Details an Bord, um Feineinstellungen fürs Fahrgefühl und den Fahrstil, um Pedale und Lenkung, um Reaktionen des Fahrzeugs auf leichteste Veränderungen des Reifenverhaltens. Früher oder später wird das alles aussortiert sein, in ein paar Rennen“, weiß er.

Die Teamphilosophie?

Alonso hat angedeutet, dass seine Schwierigkeiten bei der Anpassung an den Alpine F1 ihn angesichts der Team-Geschichte nicht überraschen. Der Champion von 2005 & 2006 betonte, dass „andere Fahrer haben in der Vergangenheit bei Renault (Alpine-Vorgänger) auch eine Eingewöhnungszeit gebraucht. Meist eine ganze Saison.“ Daniel Ricciardo sah sich zum Beispiel einer ähnlichen Situation gegenüber, als er 2018 zum damaligen Renault-Team wechselte, während Ocon sich auch bei seiner Rückkehr in die Formel 1 mit dem Team im letzten Jahr schwertat. „Ich denke, das hat auch etwas mit der Alpine-Philosophie zu tun. Die meisten Fahrer, die hierherkamen, hatten in ihrem ersten Jahr Probleme.“

Das Alter?

Der 39-jährige Alonso hat alle Gerüchte sein Alter wäre der Grund für sein aktuelles Straucheln von sich gewiesen, was völlig logisch erscheint, denn Alfas Kimi Räikkönen zeigt mit 41 immer noch solide Leistungen, und der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton ist auch bereits 36. Nico Rosberg glaubt jedoch daran und vergleicht die Situation mit der Rückkehr von Michael Schumacher im Jahr 2010. „Schumi“ wurde damals mit 41 Jahren Rosbergs Teamkollege bei Mercedes. „Der Alpine ist ein schwieriges Auto und er hat keinen Spaß daran. Es ist ein langer Weg für Fernando. Manchmal zeigt er sein großes Können wie Michael Schumacher damals, als ich sein Teamkollege bei Mercedes war. Für ihn war es aufgrund seines Alters auch sehr schwer. Dasselbe passiert nun mit Alonso. Er war zwei Jahre weg und es wird dauern, bis er wieder voll dabei ist.“

Die Wechselprobleme?

Tatsächlich haben fast alle Piloten, die das Team gewechselt haben, massive Probleme auf Speed zu kommen und ihre frühere Form zu finden. Daniel Ricciardo tut sich bei McLaren schwer, Sebastian Vettel hat bei Aston Martin kein leichtes Leben, nur Carlos Sainz fühlte sich bei Ferrari auf Anhieb wohl. Alonso selbst ist aber nicht übermäßig besorgt, da er diese Saison vor den großen Regeländerungen 2022 als Übergangsjahr sieht. „Genau aus diesem Grund bin ich dieses Jahr zurückgekommen. Meine größte Motivation waren die neuen Regeln, aber sie wurden verschoben.“

Das Comeback von Alonso war bisher vielleicht nicht so, wie manche es erhofft haben. Wie er selbst sagt, dauert es etwas länger, als er erwartet. Alonso blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. „Ehrlich gesagt, sind die Freude und Aufregung wahrscheinlich höher als ich erwartet hatte. Ich genieße jede Runde da draußen. Und ich genieße nun auch die Off-Track-Zeit.“ Mit 17 Jahren Formel 1 Erfahrung hat Alonso nicht nur die Klasse, sondern auch die nötige Ruhe etwas zu verändern.

 

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