Villeneuve: „Verstappen letzter Erfolgsbaustein von Red Bull“

Jacques Villeneuve bezeichnete Max Verstappen als den „letzten Überlebenden“ im einst so dominanten Red-Bull-Team.

Verstappen, der seine elfte Formel-1-Saison für das österreichische Team bestreitet, hat den Abgang vieler erfahrener Persönlichkeiten miterlebt, darunter Christian Horner, Helmut Marko und Adrian Newey.

„Sie müssen einen Weg finden, ihn zu halten, denn er ist momentan das einzig Gute im Team. Es ist in den letzten zwei, drei Jahren sehr politisch geworden. Es scheint so viel internen Streit darüber zu geben, wer die Führung übernehmen soll, wer diese Aufgaben übernehmen soll, und jeder wurde rausgeschmissen,“ so Villeneuve.

Mit Blick auf die aktuellen Schwierigkeiten von Red Bull äußerte der F1 Champion von 1997 Besorgnis über die Zukunft des Rennstalls.

„Es ist sehr schwer, eine gute Zukunft für Red Bull zu sehen. Es ist wirklich seltsam. Sie haben den Höhenflug erlebt, und jetzt geht es bergab. Sie haben den Tiefpunkt noch nicht erreicht, das ist eine harte Nuss. Es hat seinen Reiz verloren.“

Villeneuve betonte, wie wichtig das richtige Personal zur Unterstützung von Verstappen sei.

„Niemand spricht mehr vom Red Bull Team als: ‚Oh, das verrückte, lustige, schnelle Team, die finden immer eine Lösung.‘ Nein, sie spielen überhaupt keine Rolle mehr. Wir reden nicht über sie, wir reden nur noch über Max.“

Der Kanadier hob die Herausforderungen hervor, vor denen Verstappen als einzig verbliebene Schlüsselfigur steht.

„Sie haben alle rausgeschmissen, die dieses Team zu dem gemacht haben, was es heute ist. Das ist verrückt, denn selbst Max kam erst später dazu, nachdem das Team bereits aufgebaut war.“

„Er war der letzte Neuzugang im Team, aber jetzt ist er der letzte Überlebende. Das macht es wirklich, wirklich schwer, denn er kann das Team nicht einfach alleine führen. Er ist kein Autodesigner – er ist zwar sehr gut darin, ein Auto zu entwickeln und zu sagen, was nötig ist, aber man braucht trotzdem die Leute um sich herum.“

Villeneuve kann auch nicht verstehen, wieso „sogar Marko ins Abseits gedrängt wurde. Jetzt scheint es, als würde niemand mehr über das Nachwuchsförderprogramm sprechen. Alles ist quasi zerstört und muss neu aufgebaut werden, aber wie soll das geschehen? Dafür müssen wir abwarten, bis alle politischen Aspekte geklärt sind.“

 

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