Der 38-jährige Finne Kimi Räikkönen ist aktuell der älteste Fahrer im Feld – in Melbourne hat er allerdings gezeigt, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Er zeigte mit einem 2. Platz im Qualifying und letzlich Platz 3 beim Rennen auf, wofür es Lob von Ex-F1-Pilot Jaques Villeneuve gab.
„Ab dem Training am Freitag war er schnell und fühlte sich besser als Sebastian“, analysiert Villeneuve den Saisonauftakt in Melbourne gegenüber der finnischen Zeitung ‚Iltalehti‘. „Das heißt, dass das Auto für ihn passt“, erklärt Villeneuve. Er glaubt sogar: „Es könnte sein Jahr werden.“ Das Einzige, was Räikkönen allerdings daran hindern könnte, sei die politische Situation bei Ferrari.
Bereits im Vorjahr legte sich die Scuderia relativ früh auf Vettel als interne Nummer eins fest. Auch Villeneuve weiß, dass das ein Problem für Räikkönen sein könnte. „Er muss gleich zu Beginn des Jahres seinen ersten Sieg holen“, erklärt der Kanadier. Andernfalls habe Vettel den Vorteil gleich wieder auf seiner Seite. So gesehen verlief der Auftakt in Australien mit Platz drei für Räikkönen natürlich nicht optimal.
Dabei hatte der Finne seinen Teamkollegen bis zur Safety-Car-Phase eigentlich unter Kontrolle. Ohne die Neutralisierung des Rennens wäre er nach den Boxenstopps im Normalfall klar vor Vettel geblieben und wäre wohl auch vor ihm ins Ziel gekommen. Stattdessen liegt er nun nach dem ersten Rennen des Jahres schon wieder zehn Punkte hinter dem viermaligen Weltmeister zurück.
Lob gibt es trotzdem auch von Lewis Hamilton. Räikkönen sei „fantastisch“ gefahren und „am ganzen Wochenende schnell“ gewesen. Gleichzeitig glaubt der Mercedes-Pilot aber auch, dass Vettel im Qualifying keine perfekte Runde erwischt hat. Bei den kommenden Rennen in Bahrain und China wird Räikkönen erst noch beweisen müssen, ob er in der Qualifikation – und auch im Rennen – dauerhaft mit seinem Teamkollegen mithalten kann.
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