Viel Schelte gegen Audi Kundensport-Rückzug

Das Unverständnis über die Entscheidung von Audi Sport zur Priorisierung des Formel 1 Projekts alle GT-Partnerschaften inklusive Fahrerkader aufzulösen, ist weltweit enorm

„Dieser Name und dieser Ruf wurde in wenigen Monaten kaputtgemacht!,“ schimpt WRT-Teamchef Vincent Vosse in deutschen Medien. „Das ist ein absoluter Witz. Die Formel 1 hat nichts mit Kundensport zu tun.“

Vosse ist der Ansicht, dass der Hersteller problemlos ein Kundensport-Programm parallel zu einem Formel-1-Engagement weiterlaufen lassen hätte können. Mercedes zeigt sehr erfolgreich vor, wie das geht.

„Die Kosten sind nicht hoch und sie haben das in den letzten 13 Jahren gerne genutzt,“ so Vosse, der mit Audi viele Erfolge einfuhr, nun aber – zwangsläufig – zu BMW gewechselt ist.

Auch Phoenix Racing Boss Ernst Moser kann die Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen: „Audi Sport Customer Racing war das Aushängeschild von Audi Sport – und Vorsprung durch Technik. Für mich ist das auch ein persönliches Thema von gewissen Leuten in der oberen Entscheidungsriege: Bevor er geht, macht da jemand alles, damit das Formel-1-Engagement umgesetzt werden muss.“

Damit spielt Moser direkt auf Audi-Geschäftsführer Markus Duesmann an, unter dessen Führung der F1-Einstieg fixiert wurde und der in einer der letzten Amtshandlungen Anfang September den Kundensport-Sparkurs beschloss.

„Alles, was das Formel-1-Projekt vielleicht noch verhindern könnte, wird jetzt plattgemacht.“

 

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