Sebastian Vettel wollte seinen Siegeszug 2014 fortsetzen. Doch bislang verlief die Saison des Deutschen mehr als durchwachsen. In Barcelona soll sich das ändern
Am Wochenende waren Danny Ricciardo und „Altmeister“ David Coulthard noch beim großen Showrun der WTCC & AutoGP in Budapest, wo auch Österreichs zweithöchst agierendes Rennteam Zele Racing dabei war, von den Menschenmassen – rund 120,000 Fans kamen – begeistert. In wenigen Tagen wollen die „Renndosen“ aber auch wieder in ihrem eigentlichen Metier beim Formel-1-Grand Prix von Spanien für Begeisterung sorgen.
Klarer Rückstand
Bislang fuhr vor allem Titelverteidiger Sebastian Vettel mit seinem RBR-Inifiniti-Boliden hinterher. Sogar Teamkollege Ricciardo war zuletzt schneller als der Vierfach-Weltmeister. Daher hat man bei den Bullen die drei Wochen zwischen dem GP von China und dem Europaauftakt in Barcelona genützt, um „Super Seb“ wieder einen siegfähigen Wagen hinzustellen. Der Circuit de Catalunya ist traditionell ein Gradmesser, denn wer in Barcelona schnell ist, der ist auf allen Kursen schnell. „Die langen, schnellen Kurven in Montmelo passen zu einem Auto mit hocheffizienter Aerodynamik“, weiß der Heppenheimer, auf dessen RB10 diese Beschreibung selbstredend passt. Im Gegensatz zu China und Bahrain ist die Motorenpower in Spanien nicht so entscheidend, was Vettel auch helfen sollte.
Glaube an Besserung
Der Deutsche will sich vom mageren Saisonauftakt nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Wir hatten eine schlechte Vorbereitung im Winter, und es war klar, dass wir in den ersten Rennen Probleme haben würden“, erklärte er und wirkte trotz 46 Punkten Rückstand auf WM-Leader Lewis Hamilton recht gelassen. Ganz im Gegenteil: „Wenn man bedenkt, wie schlecht die Tests waren, dann sind unsere Schritte seit Australien massiv gewesen.“ Der Champ glaubt also an seinen Dienstwagen, was natürlich die Grundvoraussetzung für Erfolg ist. „Unser Auto ist eigentlich sehr gut ist, aber wir haben unser Paket noch nicht so gut zusammengefügt. Im Auto willst Du Dich als Fahrer gut fühlen, selbstsicher sein. Aber dazu müssen alle Systeme richtig programmiert sein, und das ist dieses Jahr die Herausforderung.“ Und das sollte beim Weltmeister bald gelingen, denn momentan kommt Neuzugang Ricciardo mit dem RB10 besser zurecht. Der Aussie war in den letzten beiden Rennen immer vor Vettel und wäre ohne seine Disqualifikation beim Melbourne GP auch in der WM vorne.
In Barcelona wird bei Red Bull erstmals auch wieder die „Energy-Station“ im Fahrerlager aufgebaut. Vielleicht verleiht die Vettel ja Flügel….
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