TV-Experte Ralf Schumacher bleibt seiner Linie treu, auch wenn sich die Fahrer ein wenig distanzieren.
„Das ist mein Job,“ sieht Schumacher seine Aufgabe nur dann komplett, wenn er auch die Schattenseiten der jeweiligen Piloten-Performances aufzeigt.
Zu seiner eigenen aktiven Zeit war auch er selbst kein Freund der Fernsehanalytiker. Und der Deutsche verrät im Gespräch mit F1-insider.com: „Wär ich dem jungen Ralf Schumacher auf die Eier gegangen? Ja, ganz bestimmt!“
Der sechsfache Grand Prix Sieger hatte damals ein ähnliches Verhältnis zum RTL Analystiker Niki Lauda. „Ich hatte auch so ein Love-and-Hate-Verhältnis mit Niki. Der war immer recht rigoros.“
„Dann saß ich abends im Flieger mit ihm und habe zu ihm gesagt: „Hey, du Depp, was soll das denn?“ Er schaute mich an und meinte: „Wie, Du Depp?! Fahr halt anständig!“ – so wie Niki halt war.“
Schumacher weiß, dass er sich mit Kritik bei seinen Nachfolgern nicht beliebter macht, aber er will an seiner Art, den Job zu machen, dennoch nichts ändern.
„Bei mir ist es ein bisschen anders. Timo (Glock) ist zum Beispiel näher an den Fahrern dran, das merkt man. Um mich machen die eher einen Bogen – bis auf ein paar wie Charles Leclerc –, weil sie wissen, wie ich Dinge benenne und beurteile. Aber das gehört dazu, das ist mein Job. Ich bin nicht unfair.“
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