Lewis Hamilton kann sich mit einem Sieg beim US Grand Prix in Austin kommendes Wochenende schon vorzeitig seinen dritten WM-Titel sichern
Lewis Hamilton ist nicht nur einer der besten Formel 1 Piloten der Gegenwart, sondern auch einer der – leider wenigen noch verbliebenen – Charakterköpfe des Sports. Obwohl er sich inzwischen von seiner On-Off-Freundin Nicole Scherzinger getrennt hat, besucht er immer noch regelmäßig die Vereinigten Staaten, weil er den Lebensstil dort liebt und auch um seiner zweiten großen Leidenschaft, der Musik, nachzugehen. Genau dort kann sich der 30-jährige Brite schon vier Rennen vor dem Ende zum dritten Mal in seiner Karriere zum Formel 1 Champion krönen. „Es wäre natürlich klasse, wenn es schon in Austin klappen würde, aber am wichtigsten ist, dass es überhaupt klappt“, so Hamilton.
Und der von Star-Architekt Hermann Tilke entworfene und 2012 eröffnete Kurs liegt Hamilton gut. Bereits die Premiere gewann er, damals überraschend, denn er besiegte dabei auf McLaren fahrend Favorit Sebastian Vettel im Red Bull Renner. In seinem ersten Mercedes-Jahr, 2013, verpasste der Engländer als Vierte das Podium knapp, revanchierte sich aber in der Vorsaison mit einem tollen Sieg. Nach dem ersten Boxenstopp gelang es Hamilton, auf Stallrivale und Polesetter Nico Rosberg aufzuholen. In der 24. Runde bremste er sich schließlich am Deutschen vorbei und übernahm die Führung. Hamilton setzte sich umgehend von Rosberg ab, womit dieser nicht mehr im DRS-Fenster lag, und fuhr den Sieg nach der zweiten Boxenstoppserie souverän nach Hause. „Austin ist ein toller Kurs. Sicher einer der coolsten von den neuen Rennstrecken. Ich fühle mich dort wohl und möchte natürlich auch dieses Jahr wieder gewinnen.“
Der Circuit of the Americas in der texanischen Hauptstadt ist nicht nur der Hoffnungsträger für Hamilton, sondern auch für den amerikanischen Autorennverband. Denn durch Indianapolis ist man bereits seit 1950 in der Formel-1-Weltmeisterschaft vertreten, aber außer ab Mitte der 1970er bis zur Hälfte der 1980er konnte die Königsklasse des Formelsports im Land der unbegrenzten Möglichkeiten keine große Fanbase aufreißen. 1958 wurde der erste offizielle Große Preis der USA auf dem Riverside International Raceway in Riverside, Kalifornien ausgetragen, war aber ein Sportwagenrennen. Erst im Folgejahr, als das Rennen in Sebring stattfand, zählte es zur Formel 1. 1961 zog man nach Watkins Glen, doch ein Umbau machte den Kurs gefährlicher und forderte mit François Cevert (1973) und Helmut Koinigg (1974) zwei prominente Todesopfer. Zwischen 1976 und 1984 gab es dort weiterhin den GP USA Ost, aber auch den GP USA West am legendären Stadtkurs von Long Beach. 1981 und 1982 kurvte man sogar in Las Vegas am Parkplatz des berühmten Caesars Palace Casinos umher. Von 1982 bis 1988 kam der Detroit Grand Prix hinzu und 1984 einmalig der Grand Prix of Dallas. 1989 ging aus auf den Stadtkurs in Phoenix, ehe die Formel 1 Amerika 1992 den Rücken kehrte. 2000 kam man nach Indy zurück, aber die meisten können sich an den superpeinlichen GP 2005 mit dem Reifenskandal erinnern, bei dem nur die sechs Bridgestone-bereiften Fahrer am Rennen teilnahmen. Ende 2007 war Schluss.
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