Pat Symonds hat über die Herausforderung gesprochen, als Cadillac F1 Team mit dem ersten komplett in Amerika gebauten Formel 1 Rennwagen einen GP-Sieger der Neuzeit zu erschaffen.
Bisher haben nur zwei US F1-Konstrukteure ein Rennen: 1967 gewann Dan Gurney in seinem Eagle Weslake in Spa und 1976 siegte John Watson im Penske Ford am Österreichring.
Cadillac F1 wird zunächst als Ferrari-Kundenteam mit Motoren aus Maranello antreten bis 2029 die eigenen Triebwerke bereit sind. In Europa wird man den Windkanal von Toyota in Köln nutzen. Wichtige Produktions- und Logistikprozesse finden in Silverstone statt.
Der Plan, so Symonds, leitender Ingenieur bei Cadillac, sieht vor, dass das Team innerhalb weniger Jahre aber fast vollständig aus den USA operiert.
„Wir bauen das Team notgedrungen in Großbritannien auf. Dort befindet sich ein Großteil des benötigten Know-hows“, so Symonds im Autocar Podcast.
„Der Schwerpunkt liegt momentan in Silverstone, sowohl was das Chassis als auch den Rennsport angeht. Unsere eigene Antriebseinheit entwickeln wir bereits für 2029 in Charlotte. Wir bauen dort ein neues Werk und arbeiten derzeit in den Einrichtungen von GM.“
„Außerdem bauen wir etwas außerhalb von Indianapolis eine riesige Fabrik mit 40.000 m2 – gewaltig. Diese Zahl klingt schon nach viel, aber wenn man das Areal tatsächlich sieht, merkt man erst, wie groß das wirklich ist!“
Anders als beim TGR Haas F1 Team, das zwar einen Sitz in Kannapolis, North Carolina, hat, aber den Wagen in in Banbury, Großbritannien, baut, das Chassis von Dallara und die Motoren von Ferrari aus Italien bekommt, will Cadillac am Ende alles in-house machen.
„Die Idee ist, alles in die USA zu verlagern, wird Realität werden. So wird beispielsweise ein neuer Simulator in der Produktionsstätte in Indianapolis installiert. Indianapolis wird den Großteil der Produktion übernehmen, die sich derzeit noch in der europäischen Lieferkette befindet. Das wird alles relativ bald nach Amerika verlagert. Es ist spannend. Es ist schwierig. Es ist eine Herausforderung,“ so Symmonds weiter.
„Die Formel 1 ist in Amerika inzwishcen groß, und das war sie vorher nie. Es wird also mehr als nur eine Fabrik sein. Es wird ein Treffpunkt für Formel-1-Fans in Nordamerika. Wir besitzen dort ein riesiges Gelände. Wir haben das Hotel neben der Fabrik gekauft und ähnliches.“
In Silverstone bleibt letztlich nur noch „das Konzeptdesign. Unsere sogenannte Schnellfertigung, also Teile wie Frontflügel und Unterböden, die von Rennen zu Rennen gewechselt werden, werden wir wahrscheinlich in Großbritannien belassen.“
Die nächste große Entscheidung betrifft den Cadillac Windkanal. „Für mich macht es nur Sinn, ihn in Amerika zu bauen. Momentan nutzen wir einen Windkanal in Deutschland. Daher ist der Unterschied zwischen Windkanaltests in Deutschland und in Amerika für mich nicht wirklich groß.“
„Wenn man einen ferngesteuerten Windkanal betreibt, braucht man eine Kontrollzentrale, genau wie bei unseren Rennen. Es spielt also keine Rolle, wo sie steht, und die Produktion findet ohnehin in Amerika statt. Diese Anlagen verbrauchen viel Strom, und der ist in den USA nur etwa ein Drittel so teuer wie in Großbritannien. Und das liegt unter der Kostenobergrenze!“
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