Obwohl von vielen Seiten immer wieder Kritik an Lance Stroll und den Umständen, durch die er in die Formel 1 gekommen war geäußert wird, sprechen seine Leistungen doch für sich.
Als Stroll 2017 sein F1-Debüt gegeben hatte, wurde spekuliert, dass der junge Kanadier nur aufgrund seines Vaters Lawrence Stroll das Cockpit bei Aston Martin bekommen habe. Jedoch ist der Erfolgsquote von Stroll Jr. nichts entgegenzusetzen. Italienischer Formel-4-Titel, Gewinner der Winterserie Toyota Racing Series 2015 und F3-Champion in 2016. Durch all diese Erfolge konnte er genügend Punkte einfahren, um den Formel-1-Führerschein – die Superlizenz – zu erhalten.
Außerdem schaffte er es als einziger Fahrer, der nicht für Mercedes, Ferrari oder Red Bull fuhr 2017 aufs Podium.
„Geld hat Türen geöffnet, keine Frage. Wir reden hier von einem extrem teuren Sport. Es gibt unzählige Piloten, denen diese Chance verwehrt bleibt, Fahrer, die sehr talentiert sind, aber wegen Geldmangels irgendwann stranden. Aber ich habe für den Schritt in die Formel 1 hart gearbeitet, und ohne meine Siege und Titel wäre ich nicht zu Williams gekommen.“, verteidigt sich Stroll.
Die gesamte Laufbahn des Juniors soll Papa Stroll um die 30 Millionen Dollar gekostet haben.
Doch auch Aston Martin-Teamchef Mike Krack nimmt den 25-jährigen Kanadier in Schutz. „Lance hat teilweise überragende Leistungen gezeigt – ich erinnere ans Abschlusstraining von Istanbul 2020, als er unter schwierigsten Bedingungen zur Pole-Position fuhr.“
„Für mich ist Lance Stroll ein Fahrer, der unterschätzt wird. Er ist viel besser als die Leute glauben. Und er ist ein verdammt harter Arbeiter. Er ist zudem ein höflicher, feiner Kerl, was die meisten Menschen verkennen, weil sie sich nicht die Mühe machen, ihn besser kennenzulernen.“, erklärt Krack. „Es ist einfach, zu behaupten, er habe seinen Platz nur wegen seines Vaters. Aber Lance ist ein sehr guter Fahrer, und das zeigt sich vor allem dann, wenn die Bahn schmierig ist. Es ist auffällig, dass er bei solchen Verhältnissen immer vorne mitmischt.“
Stroll selbst hat sich „im Laufe der Jahre an die Kritiker gewöhnt, ich lasse lieber meine Leistungen auf der Strecke sprechen. Ich bin mit Aston Martin auf einem Weg Richtung Spitze, und ich will weiter Teil dieser Reise sein.“
Auch Mike Krack teilt die Zukunftsvorstellungen des Kanadiers und weiß, „dass dies hier sein Zuhause ist, und wir setzen auf Kontinuität.“
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