Stewards fordern Prüfung der Boxengassen-Regel nach Roter Flagge

Der FIA Stewards haben nach dem Boxenchaos beim GP von Aserbaidschan vorgeschlagen, dass die betreffende Regel überdacht werden sollte

Nach einer roten Flagge durch den Crash von Lance Stroll, wurde die Session mit noch 2:30 Minuten auf der Uhr fortgesetzt. Dadurch kam es zu einem wahren Sprint in der Boxengasse, damit man als Erster wieder rausfahren konnte.

Artikel 34.8 des Formel-1-Sportreglements besagt, dass die Autos die Boxengasse in der Reihenfolge verlassen müssen, in der sie auf der „Überholspur“ angekommen sind. Da sich die Garage von Haas aber direkt am Ende der Boxengasse befand, konnten deren Piloten nicht auf die Überholspur wechseln, weil ihnen der Weg von mehreren anderen Autos blockiert wurde, die schon in der Warteschlange standen. Die Stewards untersuchten den Fall, setzten aber keine weiteren Maßnahmen, da sie erkannten, dass Mick Schumacher und Kevin Magnussen gar keine andere Wahl hatten.

„Die Lage der Box des Teams in der Boxengasse machte es den Umständen entsprechend unmöglich, dass beide Autos in Anbetracht der Anzahl der bereits dort stehenden Wagen geordnet auf der Überholspur antreten konnten“, so die Erklärung im Bericht. „Es wäre für das Team extrem schwierig, wenn nicht sogar unmöglich gewesen, festzulegen, in welcher Reihenfolge die Autos abfahren sollten. Die einzige Option wäre, hinter allen anderen Autos zu starten.“

Daher regten die Sportkommissare an, dass die derzeitige Regel geprüft werden sollte, und verwiesen auf einen ähnlichen Vorfall mit Williams beim Grand Prix von Mexiko 2021. „Das bedeutet effektiv, dass Teams, denen Boxen am Ausgang der Boxengasse zugewiesen wurden, immer als Letzte rausfahren müssen, es sei denn, sie entscheiden sich dafür, ihre Box deutlich früher zu verlassen. Es wird daher empfohlen, diese spezielle Regelung zu prüfen, da der Fall fast identisch ist mit dem von Williams Racing in Mexiko 2021 ist, wo auch keine weiteren Maßnahmen ergriffen wurden.“

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