Andrea Stella hat bestätigt, dass die Veränderung an den Autos für die F1 Saison 2026 gewaltig ist.
„Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir je eine so knappe Winterpause hatten. Es fühlt sich an, als wäre die Saison 2025 eben erst zu Ende gegangen, und nun bringen wir in wenigen Tagen das 2026er Auto auf die Bahn,“ sagte der McLaren Teamchef.
„Der Aufwand, um die neuen Rennwagen zu entwerfen und zu bauen, ist immens. Ich habe in meiner ganzen Karriere kein so grundlegend anderes Reglement erlebt, mit Chassis und Motor und Reifen, und noch nie habe ich erlebt, dass so viel Aufwand betrieben worden ist, um dieses neue Auto auf die Räder zu stellen.“
Laut des 54-Jährigen hat „die Arbeit an den 2026er Autos ungefähr 20 Monate in Anspruch genommen. Aufgrund der grossen Veränderung ist es logisch anzunehmen, dass sich die Rangordnung im Feld ändern wird. Wir sind Weltmeister, aber das zählt beim ersten Rennen nichts, alle gehen mit gleichen Voraussetzungen an den Start.“
Stella sieht „so gewaltige Veränderungen, dass es nicht selbstverständlich ist, im Zeitplan zu sein. Sind wir aber, und dafür bin ich allen Fachkräften bei McLaren sehr dankbar. Unser Auto befindet sich derzeit bei AVL in Österreich, wo wir auf den Prüfständen fundamentale Funktionen am ganzen Wagen prüfen. Das ist zielführender als die einzelnen Komponenten wie etwa das Getriebe auf dem entsprechenden Prüfstand zu testen.“
Besondes die Saisonvorbereitung macht dem Italiener Kopfzerbrechen: „Wir absolvieren den Shakedown also direkt bei den Testfahrten in Barcelona. Der richtige Test fängt für uns daher erst am zweiten oder dritten Barcelona-Testtag an, um uns so viel Zeit als möglich zum Entwickeln zu geben.“
Die umstrittenen Papaya-Rules soll es laut Stella weiterhin geben: „Wir setzen da auf Kontinuität und gehen den Rennsport genauso an wie in den letzten zwei Jahren, mit grösstmöglicher Fairness für beide Fahrer. Darüber haben wir in der Vergangenheit ausführlich gesprochen, und für uns ist das der Weg, den wir weiter beschreiten wollen.“
Aber auf der Strecke wird sich laut des McLaren Teamleiters „für die Zuschauer Einiges verändern. Aufgrund der Nutzung der Energie werden wir es erleben, wie ein Fahrer scheinbar mühelos am anderen vorbeizieht. Da ist es ganz wichtig, dass wir als Sport dem Fan erklären, wieso genau das so passiert. Die Art und Weise, wie die Fahrer die Energie einsetzen, wird die Action prägen.“
„Dazu kommt natürlich die verstellbare Aerodynamik vorne und hinten, auch hier sind wir als Sport gefordert, das den Fans gut zu erklären. Die Zuschauer werden auch beispielsweise erleben, wie sich die Fahrer darüber beklagen, dass der Wagen an der Vorderachse zu sehr aufsetzt, wenn die Aero vorne auf vollen Abtrieb gestellt ist, aber das liegt in der Natur der Sache. Nur wenn die Zuschauer die ganzen Zusammenhänge verstehen, werden wir die Fans begeistern können.“
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