Max Verstappen hat mit einer unglaublichen Vorstellung seinen Vorjahressieg am Red Bull Ring wiederholt und sowohl die heimischen wie auch die vielen Tausend holländischen Fans glücklich gemacht
Die Hoffnungen bei Red Bull beim Heimspiel einen Sieg zu stibitzen waren groß, nachdem Max Verstappen aus Reihe 1 starten konnte. Doch der Niederländer ließ die Reifen am Start zu sehr durchdrehen und verlor gleich sechs Positionen. Damit schien der Rennsieg dahin. „Nach diesem Start habe ich gedacht, jetzt ist alles vorbei. Aber die Pace war schon am Anfang gut und nach dem Pitstop haben wir gesehen, dass wir auch auf den Geraden mithalten können. Es ist einfach großartig“, strahlte der 21-Jährige übers ganze Gesicht, der im ersten Stint sogar einen Bremsplatten hatte. Es war auch gleichzeitig der erste Honda-Sieg (Motorenpartner von Red Bull Racing) seit Jenson Button 2006 in Ungarn. Dennoch war der Erfolg nicht umstritten, denn beim Kampf um den Sieg drängte der Niederländer Rivale Charles Leclerc doch heftig ab und nahm ihm jede Chance zurückzuschlagen. Das Manöver ging auch prompt zu den FIA Stewards, doch diese entschieden im Sinne des Sports, sehr im Einklang mit Verstappens Verständnis. „Wenn das nicht mehr erlaubt ist, können wir aufhören.“ Bei Sir Frank Williams gab es früher sogar immer Bonuszahlungen, wenn man tolle Überholmanöver mit „Wheel-Banging“ durchführte.
Ferrari deutlich verbessert
Bis wenige Runden vor Schluss sah Polesetter Leclerc wie der sichere Sieger aus. Doch der entfesselt fahrende Verstappen schloss tatsächlich noch zum Monegassen auf und presste sich in einem knallharten Rad-an-Rad Duell vorbei. Damit kam es doch nicht zum Premierensieg von Leclerc und dem ersten eines Monegassen in der Formel 1 seit Louis Chiron 1949. „Das ganze Rennen war wirklich gut. Ich hatte leider mehr Reifenabnutzung als wir erwartet haben. Es war sehr eng mit Max und zuerst fair, doch beim letzten Manöver ließ er mir keinen Platz mehr“, war Leclerc sichtlich enttäuscht. Teamkollege Sebastian Vettel, der nur auf Reihe 4 gestartet war, wurde nach guter Aufholjagd noch Vierter, hätte beinahe noch das Podium geschafft. Dabei hatte ihn ein katastrophaler Reifenstopp sogar noch elf Sekunden gekostet, denn der Funk hatte nicht funktioniert und somit war seine Pitcrew unvorbereitet als der Deutsche in die Boxengasse einrollte.
Silberne schmelzen
Für Mercedes gab es nach der bisher lupenreinen Saison einen Rückschlag. Valtteri Bottas rettete mit einem angeschlagenen Boliden noch den letzten Stockerlplatz, während WM-Leader Lewis Hamilton nur Fünfter wurde, nachdem er auch beim Stopp die Nase tauschen musste. „Es war wie wir erwartet hatten. Die Hitze hat unserem Motor stark zugesetzt und daher bin ich mit dem Podiumsplatz zufrieden. Mehr war heute für uns nicht drin“, so Bottas. Teamchef Toto Wolff nahm’s realistisch: „Wir sind nicht Rennen gefahren, sondern wir haben versucht das Auto zu kühlen und am Leben zu halten. Es war ein wirklich schlechter Tag für uns heute, aber davon lernen wir am besten.“
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