So klappt’s mit der Monaco-Pole

Lewis Hamilton_Mercedes AMG_Foto Mercedes AMG PetronasIn Monaco ist die Pole-Position wichtiger als auf jeder anderen Strecke. Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Felipe Massa verraten, worauf es ankommt.

Pole in Monaco als Sieggarant

Auf keiner anderen Strecke im gesamten Formel-1-Kalender ist die Pole-Position so entscheidend wie in Monte Carlo. Da Überholmanöver auf dem engen Straßenkurs fast unmöglich sind, ist der erste Startplatz hier häufig bereits mehr als nur die halbe Miete. Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Felipe Massa verraten, wie es mit der Pole im Fürstentum klappt.

Noch nie von der Pole gestartet

„Eine Runde ist hier nie einfach. Man kann hier verschiedene Arten von Runden fahren“, erklärt Hamilton, der in Monaco noch nie auf Pole stand, 2008 allerdings von Startplatz drei aus gewann. Der Brite berichtet: „Bei McLaren hatte ich hier ein Auto, welches nicht das schnellste war. Ich musste deshalb über das Limit hinausgehen, wodurch das Risiko eines Unfalls sehr hoch war.“ „Anders ist es, wenn man ein Auto hat, mit dem man nicht über das Limit hinausgehen muss, um zu den Schnellsten zu gehören. Man kann dann sanfter und genauer fahren. Eine perfekte Runde ist vor allem eine Frage der Konzentration. Man muss die Bremspunkte optimal erwischen, die Bremsen und Reifen auf Temperatur halten und vom ersten Anbremsen von Kurve eins absolut da sein.“ Diesen Fall dürfte Hamilton 2014 erleben, denn sein Mercedes W05 gilt als das beste Auto im aktuellen Feld.

Vettel und das Risiko

Der amtierende Champion erklärt: „Ich glaube, das ist genau die Faszination. Wenn etwas nicht zu 100 Prozent sicher ist, verspürt man einen gewissen Reiz. Das Risiko einzugehen und dafür belohnt zu werden, macht das Ganze ja aus. Mit der Formel 1 hier auf einem Straßenkurs zu fahren, wo es keinen Platz gibt für Fehler gibt und man gleich in der Leitplanke oder in der Mauer hängt. Ich glaube, es ist ein ganz feiner Grat. Natürlich möchte man, dass die Sicherheit immer höher wird, weil das Risiko immer mitfährt. Auf der anderen Seite würde genau der Reiz wegfallen, wenn man die Formel 1 ganz entschärft. Auf einem Straßenkurs ist das Risiko immer größer, deswegen ist es immer mehr Spektakel, als auf einer Rennstrecke mit vielen Auslaufzonen. Aus Fahrersicht gibt man dort genau seine 100 Prozent wie hier, wird aber für kleine Fehler nicht so sehr bestraft und man kann lockerer ans Limit gehen.“

Von Pole auf Platz drei im Ziel

Der einzige Pilot, der es in den vergangenen zehn Jahren fertigbrachte, das Rennen von der Pole-Position aus nicht zu gewinnen, war Felipe Massa, im Jahr 2008. Zur Verteidigung des Brasilianers sei allerdings gesagt, dass es damals regnete, was Monaco noch einmal ein Stückchen unberechenbarer macht. „Ich denke, dass es auf dieser Strecke sehr schwierig ist, eine perfekte Runde hinzulegen“, berichtet der heutige Williams-Pilot und ergänzt: „Es ist nicht unmöglich, aber es ist sehr schwierig. Wenn man in einer Kurve nur einen kleinen Fehler macht, dann verliert man zwei Zehntel. Es ist sehr knifflig, eine perfekte Runde hinzulegen. Aber die Balance hilft dabei. Wenn man mit der Balance zufrieden und ziemlich relaxed ist und so fahren kann, wie man es mag, dann hilft das.“ Balance, Konzentration, Risiko. Im Fürstentum gibt es also viele Faktoren, die am Ende zum begehrten ersten Startplatz führen sollen. Doch auch im Qualifying gilt in Monaco, dass zwischen Erfolg und Niederlage oft nur wenige Zentimeter liegen.

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