Silly Season 2021: Wer fährt nächstes Jahr wo?

Wenige Tage vor dem Ende der Sommerpause ist die „Silly Season“ voll im Gange. Wer verliert seinen Sitz? Wer rückt auf? Wer fährt 2022 wo? Formelaustria liefert ein aktuelles Update

Mercedes

Mercedes hat bislang einen Fahrer verpflichtet: Lewis Hamilton. Der Brite hat vor wenigen Wochen einen Zweijahresvertrag unterschrieben und wird auch 2023 noch am Steuer des Mercedes sitzen. Wer sein Teamkollege sein wird, steht noch nicht fest, aber die Entscheidung soll laut Teamchef Toto Wolff im September fallen. Und fallen wir sie wohl zwischen Valtteri Bottas und George Russell. Insider behaupten, dass der Abgang von Bottas schon fix sei, wofür auch die sich verdichtenden Gerüchte seines Wechsels zu Alfa sprechen.

Red Bull Racing

Red Bull weiß zumindest, dass Max Verstappen 2022 für das Team fahren wird. Sergio Perez hat nur einen Vertrag bis Saisonende 2021 unterschrieben, aber wenn seine Leistungen auf der Strecke weiterhin so bleiben, hat Motorsportdirektor Helmut Marko für eine Verlängerung grünes Licht signalisiert. „Checo“ punktet eifrig, unterstützt Verstappen im Titelkampf, also scheint sein Platz nicht in großer Gefahr. Außenseiter für den Sitz des Mexikaners scheinen keine am Horizont, denn Pierre Gasly und Alexander Albon hat Marko schon ausgeschlossen.

McLaren

Bei McLaren ist alles fixiert und man weiß, wie die Aufstellung in der nächsten Saison aussehen wird. Das britische Team behält sowohl Jungstar Lando Norris als auch den noch strauchelnden Daniel Ricciardo. Speziell vom Aussie erwartet sich Teamchef Andreas Seidl in der kommenden Saison eine deutliche Steigerung und sollte Danny Ric zu alter Stärke finden, sind die Orangenen gut positioniert.

Aston Martin

Sebastian Vettel hat einen Vertrag für 2022, Stroll offiziell noch nicht. Aber kaum jemand – außer Ex-Champion und Landsmann Jacques Villeneuve – zweifelt daran, dass der Kanadier auch nächste Saison für das Team seines Vaters Lawrence Stroll fahren wird. Lance hat sich kontinuierlich gesteigert und wird sich bestimmt noch einiges vom vierfachen Weltmeister aus Heppenheim abschauen können.

Alpine

Genau wie bei McLaren wird auch Alpine beide Fahrer behalten. Fernando Alonso kam mit dem Vorhaben in das Team, mit dem er 2005 und 2006 den Weltmeistertitel gewonnen hat, zurück, um die Franzosen wieder in die Top 3 zu führen. Da dies nicht gleich im ersten Jahr klappen wird, wurde eine längerfristige Zusammenarbeit vereinbart. Esteban Ocon hat kürzlich eine Vertragsverlängerung unterzeichnet, die ihn bis 2024 bindet, und es dem Team gleich mit dem Überraschungserfolg in Ungarn gedankt.

Ferrari

Bei Ferrari gibt es absolut keinen Grund, die Besetzung zu ändern, denn mit Charles Leclerc und Carlos Sainz hat man wohl eine der stärksten Paarungen am Grid. Leclerc hat einen Vertrag bis 2024, Sainz wird noch mindestens bis 2022 für die Scuderia fahren. Besonders der Spanier erkämpfte sich viele Sympathien bei den Roten, da er mit Abstand der beste Pilot ist, von denen, die zu Saisonbeginn den Rennstall gewechselt haben und schon zweimal am Stockerl stand.

Alpha Tauri

Pierre Gasly zeigt erneut eine hervorragende Saisonleistung und Teamchef Franz Tost würde den Franzosen gerne halten. Auch wenn noch nichts unterschrieben schrieb, ist das Szenario wahrscheinlich, denn bei Red Bull Racing ist kein Slot frei, und gehen lassen will Helmut Marko den französischen Rohdiamanten auch nicht. Yuki Tsunoda bewies, dass er schnell ist, doch der Rookie hatte auch einige Schwierigkeiten, wird aber nach einer Saison nicht fallen gelassen. Die Red-Bull-Junioren Juri Vips, Liam Lawson und Jehan Daruvala sind zudem noch nicht bereit für die Formel 1.

Alfa Romeo

Alfa Romeo hat seit drei Jahren dieselben Fahrer im Team, aber keiner von beiden steht für 2022 noch unter Vertrag. Für Kimi Räikkönen könnte die Uhr abgelaufen sein und die Gerüchte verdichten sich, dass der „Iceman“ von seinem finnischen Landsmann Valtteri Bottas abgelöst werden wird. Antonio Giovinazzi hatte bislang den Italiener-Bonus, doch Mick Schumacher macht bei Haas einen Topjob und klopft laut an die Garagentür von Alfa, was ihm als Ferrari-Junior zusteht.

Haas F1

Die Amerikaner haben das jüngste und unerfahrenste Fahrerduo unter Vertrag und Nikita Mazepin wird sicher bleiben, da sein Vater ja Unmengen ins Team steckt und dieses vielleicht bald zur Gänze kaufen wird. Schumi junior hingegen könnte den Absprung zu Alfa Romeo schaffen, denn der Ferrari-Junior hat bewiesen, dass er zu Höherem berufen ist, und der italienische Bolide ist doch deutlich stärker als der Haas. Wer dann die Lücke füllen soll, ist noch völlig offen. Möglicherweise ein weiterer Pilot aus der Akademie in Maranello.

Williams

Bei Williams hängt im Prinzip alles davon ab, was mit George Russell passiert. Wechselt der Brite zu Mercedes, ist es eine Option für Williams, Bottas zurück ins Team zu holen. Die Zukunft von Nicholas Latifi, der gerne im Team bleiben würde, ist aber Zukunft ungewiss, obwohl sein Vater ordentlich Geld in die Hand genommen hat. Fahrer wie Nico Hülkenberg oder Formel E Weltmeister Nyck de Vries haben eine realistische Chance auf einen Sitz in Grove.

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