Beim Grand Prix von Mexiko könnte sich Lewis Hamilton seinen bereits sechsten WM-Titel sichern, doch Stallgefährte Valtteri Bottas möchte das (noch) verhindern
1962 fuhr die Königsklasse erstmals den Grand Prix von Mexiko im Autódromo Hermanos Rodríguez, das damals noch Magdalena Mixhuca hieß. 2015 kehrte das Rennen in Mexiko City nach 23 Jahren Pause wieder in den Rennkalender zurück. Sieger bei der Erstaustragung, bei der im Training Mexikos große WM-Hoffnung Ricardo Rodríguez tödlich verunfallte, waren Jim Clark und Trevor Taylor. Clarks Wagen war am Start angeschoben worden, worauf der Schotte die schwarze Flagge erhielt. Er teilte sich daraufhin den zweiten Lotus mit Taylor und so siegte das Duo. 1986 feierte Gerhard Berger dort mit einem Toleman seinen ersten F1-Sieg. Den Erfolg beim Comeback der Königsklasse 2015 sicherte sich Nico Rosberg. Seit damals ist das Mexiko GP übrigens jedes Jahr ausverkauft.
Bullen angriffslustig
In den letzten beiden Saisonen ging der Rennsieg immer an Red Bull Racing Pilot Max Verstappen. Und der Niederländer zeigt sich optimistisch nachdem es beim Honda-Heimrennen in Suzuka nicht nach Wunsch klappte. „Mexiko ist ein tolles Land und hat eine tolle Strecke. Unser Wagen läuft dort sehr gut, warum sollte ich also nicht ein drittes Mal hintereinander gewinnen können“, so Verstappen. In dieselbe Kerbe schlägt Motorsport-Direktor Helmut Marko: „Ich hatte ja fünf Siege für heuer prognostiziert. Aktuell haben wir erst zwei. Nein, im Ernst – der Kurs in Mexiko liegt uns und wir haben die Pace. Aber in Japan hat man gesehen wie schnell ein Rennen kaputt sein kann. Man muss also mit Ruhe an die Sache herangehen, aber wir sind zuversichtlich.
WM-Vorentscheidung
Nach P7 in Suzuka ist Ferrari-Pilot Charles Leclerc auch mathematisch aus dem Titelkampf raus. Daher wird die Entscheidung um die Fahrer-Krone 2019 zwischen den beiden „Silberpfeilen“ fallen. WM-Leader Lewis Hamilton hält bei einem satten Vorsprung von 64 Zählern auf seinen Teamkollegen Valtteri Bottas. Und auch wenn der Finne zuletzt in Japan gewinnen konnte, so ist seine Chance bei noch maximal zu vergebenden 104 Punkten (vier Rennen à 25 plus vier schnellste Runden à 1 Punkt) mehr als gering. Damit die Fahrermeisterschaft beim US Grand Prix in Austin noch nicht entschieden ist, gibt es fünf Szenarien: Bei Hamilton Sieg und schnellster Runde, braucht Bottas mindestens P3, bei Hamilton Sieg, braucht er P4 oder besser, bei Hamilton P2, genügt Bottas P7, usw.
Bottas sucht Lauf
Der Finne will selbstredend um jede noch so kleine Chance kämpfen und hofft, dass er nach dem Erfolg in Suzuka in Mexiko nachlegen kann. Dies ist umso verständlicher, da Bottas auch im Falle von Punktegleichheit den Nachteil hätte, dass er maximal sieben Siege (Australien, Aserbaidschan, Japan – und eben die vier verbleibenden Läufe) eingefahren hat, während Hamilton neunmal erfolgreich war. „Ich weiß, dass Lewis im Vorteil ist, aber ich wäre kein Rennfahrer, würde ich nicht an meine Chance glauben. In Suzuka waren wir top aufgestellt und ich konnte das in einen Sieg ummünzen. Das muss ich auch wieder in Mexiko versuchen,“ so der 30-Jährige. Sollte es heuer nichts mit dem Titelgewinn werden, kann Bottas 2020 noch einen Anlauf im Mercedes wagen, denn sein Vertrag wurde um eine weitere Saison verlängert.
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