„Sieg war wichtig für Kiss“

Michael Zele-Tamas Pal Kiss_Zele Racing_AutoGP World Series_Foto AutoGPformelaustria.at sprach mit Harry Miltner, Teammanager der Kärntner Rennstalls Zele Racing.

Ihre Agentur betreut Zele Racing. In welcher Serie geht der Kärntner Rennstall an den Start?

Miltner: „Zele Racing fährt in der AutoGP World Series. Die AutoGP ist eine der drei Top-Nachwuchsserien zur Formel1. Unter der Königsklasse stehen die GP2 Series, die World Series by Renault 3.5 und eben die AutoGP World Series.“

Das heißt, wir sprechen dabei von Motorsport auf sehr hohem Niveau, wobei nur noch die Formel1 über dieser Serie steht?

Miltner: „Ja, damit ist Zele Racing das am zweithöchsten agierende Formel-Rennteam Österreichs. Aber zwischen der Formel1 und den Nachwuchskategorien ist schon ein deutlicher Unterschied.“

Motorsport ist immer mit Kosten verbunden. Wie leicht ist es, ein Budget für die Teilnahme an der AutoGP World Series auf zu stellen?

Miltner: „Seit der Wirtschaftskrise 2008 tut sich sogar die Formel1 schwer, Sponsoren zu finden. Es ist inzwischen leider völlig normal geworden, dass Fahrer Werbepartner mitbringen müssen, um fahren zu können. Das ist natürlich in den Klassen unter der Formel1 noch wichtiger, denn die Unternehmen haben ihre Ausgaben für das Sponsoring zurück geschraubt, aber die Kosten für das Rennfahren sind stetig gestiegen.“

Im Gegensatz zu den anderen Serien, ist die AutoGP World Series noch eher unbekannt. Wie entwickelt sich die Serie?

Miltner: „Die AutoGP entwickelt sich gut. Wir fahren als Partnerserie der Tourenwagen-WM und der DTM, wodurch wir ständig vor vollem Haus fahren. Zum Beispiel sind die Rennen am Nürburgring mit 117.000 Zuschauern ausverkauft und in Budapest gibt es am Donnerstag vor dem Rennwochenende sogar einen Showrun durch die Innenstadt vor rund 100.000 Fans.“

Sie haben die Wichtigkeit von Sponsoren hervorgehoben. Welche Vorteile bringt diese Serie für Sponsoren bzw. interessierten Unternehmen, die Zele Racing in der AutoGP World Series unterstützen könnten?

Miltner: „Unsere Rennen werden weltweit live auf Eurosport übertragen. Wir erreichen dabei vier Millionen Zuschauer pro Meisterschaftslauf, von denen es ja pro Wochenende zwei gibt.“

Seit wann fährt Zele Racing in der AutoGP World Series?

Miltner: „2014 ist das dritte Jahr für Zele Racing in der AutoGP. Im Vorjahr konnten wir den ersten Laufsieg feiern und holten einige Podestplätze. Auf diese Saison hin haben sich sowohl das Team als auch unser Top-Fahrer Tamas Pal Kiss weiterentwickelt – was man schon an den ersten beiden Rennwochenenden sehen konnte.“

Zwei Rennwochenenden sind bereits abgehakt. Wie lief es für die Kärntner?

Miltner: „Wir hatten in Marokko und in Frankreich die schnellsten Autos. Wäre Kiss nicht in Führung liegend abgeschossen worden, hätten wir bereits in Marrakesch gewonnen. Das hat er dann in Le Castellet nachgeholt. Natürlich war der Erfolg für Alle wichtig, besonders für Kiss vor seinem Heimrennen in Budapest an diesem Wochenende.“

 

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