Shanghai – Nicos Lieblingskurs

Nico Rosberg möchte seine WM-Führung in China ausbauen, wo er seinen Premierensieg in der Formel 1 feiern konnte.

Nico Rosberg-MercedesObwohl Stallgefährte Lewis Hamilton zuletzt zwei Siege in Folge feiern konnte (Malaysia & Bahrain), liegt Rosberg in der Gesamtwertung mit 61 Punkten – elf Zähler vor dem Briten – in Führung. Und geht es nach dem Sohn des Weltmeisters von 1982, wird der Vorsprung im Reich der Mitte ausgebaut. „Wir sind top in Form und natürlich habe ich sehr gute Erinnerungen an Shanghai. Dementsprechend erwarte ich mir schon einiges“, so Rosberg, der hier 2012 den ersten Sieg seiner Formel-1-Laufbahn einfuhr. Mittlerweile hält der 28-Jährige bei vier Erfolgen, den letzten gab es zum Saisonauftakt 2014 in Melbourne. Viel Anteil daran hat das österreichische Duo Niki Lauda und Toto Wolff, das die Silberpfeile auf Vordermann brachte. „Unser Team ist perfekt aufgestellt, jeder weiß, was sein Job ist und jeder von uns arbeitet sehr hart daran, dass wir erfolgreich sind“, so Rosberg.

Silberner Rivale

Die größte Konkurrenz droht Nico – bislang – aus dem eigenen Haus, denn Titelverteidiger Sebastian Vettel und sein Red Bull Team hinken noch deutlich hinterher. Hamilton stand in Australien auf der Pole, fiel aber dann mit Defekt aus. Doch der Champion von 2008 ließ zwei Siege folgen und ist wieder an Rosberg dran. „Lewis ist superschnell und weiß wie man gewinnt. Zudem hat er das gleiche Auto wie ich. Also ist es nicht einfach, ihn zu schlagen.“ Dennoch ist der gebürtige Wiesbadener überzeugt, dass er in Shanghai mehr als nur einen Gegner hat: „Es wird sicher wieder ein spannendes Rennen und ein klasse Duell mit Lewis. Aber man darf die anderen Teams auch nicht abschreiben. Red Bull, Ferrari und McLaren haben immer was im Köcher, und Force India oder Williams konnten waren zuletzt auch sehr stark.“

Keine Vorentscheidung

Obwohl Rosberg mit seinem Dienstwagen derzeit den Rivalen auf und davon fährt, ist er sicher, dass die Dominanz der „Silberpfeile“ nicht ewig anhalten wird. „Unsere Jungs konnten offensichtlich über den Winter das perfekte Paket schnüren, aber die anderen Teams werden wieder aufholen. Daher müssen wir schauen, nun so viele Punkte wie möglich aus der derzeitigen Überlegenheit herauszuholen.“ Red Bull hat bereits durch Motorsportdirektor Dr. Helmut Marko wissen lassen, dass man „spätestens bis zum Heimrennen auf Augenhöhe sein will.“ Wenn sich die Renndosen aber wirklich bis zum Österreich GP Ende Juni Zeit lassen wollen, könnte es für eine Aufholjagd aber durchaus schon zu spät sein…

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