Schumachers Erpresser stehen vor langer Haftstrafe

Michael Schumachers ehemaliger Sicherheitschef hat 1.500 Fotos und 200 Videos gestohlen, um die Familie des Rekordweltmeisters auf 15 Millionen Euro zu erpressen

Markus Fritsche wird von der Staatsanwalt vorgeworfen, während seiner achtjährigen Tätigkeit für die Familie Schumacher Fotos und Videos gestohlen zu haben, um sie zu erpressen.

Der heute 53-Jährige wurde vor Schumachers Skiunfall 2013 Sicherheitschef der Familie, blieb aber noch lange nach dem Schicksalsschlag im inneren Kreis.

Während dieser Zeit hatte Fritsche Zugang zu privaten Dokumenten wie den Krankenakten der F1 Legende sowie zu Videos und Fotos, mit denen er die Schumachers nach seiner Entlassung erpressete.

Der Deutsche wird Mitte Dezember in Wuppertal zusammen mit seinen Mitverschwörern, Yilmaz Tozturkan (53) und dessen Sohn Daniel Lins (30), vor Gericht stehen. Richterin Birgit Neubert hat bereits vier Termine für weitere Anhörungen angesetzt.

Dem Trio wird vorgeworfen, vier USB-Sticks und zwei Festplatten dem Haus der Schumachers in der Schweiz gestohlen zu haben. Im Juni 2024 kontaktierten sie die Familie, um sie zu erpressen, und drohten, die Informationen im Darknet zu veröffentlichen, wenn das Lösegeld von 15 Millionen Euro nicht gezahlt würde.

Nachtclub-Türsteher Tozturkan rief die Familie am 3. Juni mit unterdrückter Nummer an und mailte Beweise über eine nicht nachverfolgbare E-Mail-Adresse. Diese Mail wurde am 11. Juni von Lins gesendet.

Anstatt das Lösegeld zu zahlen, kontaktierte die Familie Schumacher die Schweizer Polizei, die den Anruf zurückverfolgen konnte. Das Trio wurde daraufhin überwacht und am 19. Juni in Deutschland festgenommen. Fritsche und Tozturkan werden wegen Erpressung angeklagt, Lins wegen Beihilfe.

Die Staatsanwaltschaft fordert mindestens vier Jahre Gefängnis, doch angesichts der hohen Summe könnten die Männer im Falle eines Schuldspruchs auch längere Haftstrafen erhalten.

 

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