Sauber-Teamchef Frederic Vasseur möchte sich mit seiner Mannschaft ein Beispiel an Force India nehmen – mit vergleichsweise geringem Budget deutlich reichere Teams schlagen.
Aus sportlicher Sicht ist die Schweizer Truppe in den letzten Jahren ziemlich abgedriftet und konnte nicht an Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. In den letzten 4 Jahren landete Sauber 3 Mal auf Konstrukteurs-Platz 10.
Nun wird das Team mit Titelsponsor Alfa Romeo an den Start gehen und ist somit noch enger mit Ferrari zusammengerückt. Das nimmt Vasseur zum Anlass, von Großem zu träumen: Sauber soll mittelfristig gelingen, was Force India gegenwärtig schafft, nämlich mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln deutlich reichere Teams zu schlagen. „Force India ist ein gutes Musterteam für uns, weil sie so mit Mercedes zusammenarbeiten wie wir mit Ferrari“, sagt er gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘.
Sauber hat historisch eine enge Bindung an Ferrari. 2018 kommen wieder aktuelle Motoren in die Boliden von Marcus Ericsson und Charles Leclerc statt Vorjahresmotoren wie noch 2017. Leclerc ist Ferrari-Nachwuchsfahrer, ebenso wie Testpilot Antonio Giovinazzi.
Dass dieser Prozess nicht von heute auf morgen umsetzbar ist, ist sich Vasseur aber bewusst: „Force India hat viel Zeit benötigt. Man erinnere sich an die alten Zeiten, als sie noch Spyker hießen. Da hatten sie Mühe, in die Top 10 zu kommen. Sie haben ein langfristiges Projekt mit dem nötigen Ernst verfolgt. Jahr für Jahr haben sie sich weiter verbessert und jetzt sind sie sehr konstant. Wir müssen das genauso machen und geduldig sein. Das wird drei bis fünf Jahre dauern.“
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