Sainz: „Druck bei Ferrari normal – meist größer von Medien und Tifosi“

Carlos Sainz sagt, dass bei Ferrari der Druck vonseiten der Fans und Medien oft schwieriger zu bewältigen war als die Duelle auf der Rennstrecke mit Charles Leclerc.

„Wenn man um Siege kämpft, ist der Druck immer größer – es steht einfach mehr auf dem Spiel. Man wird dadurch ganz automatisch etwas egoistischer, als wenn man im Mittelfeld um Platz 8 oder 9 kämpft.“

„Ich glaube, ich habe Charles immer respektiert, und er hat mich ebenfalls respektiert. Wir hatten nie Kollisionen oder Ähnliches; es waren einfach nur harte Duelle,“ so der Spanier weiter in Bezug auf die akuellen Diskussionen rund um Leclerc und seinen nunmehrigen Teamkollegen Lewis Hamilton.

Für Sainz war es normal, dass „die Tifosi damals sehr aufgeheizt waren und in Bezug auf Charles und mich stark gespalten. Ich erinnere mich, dass ich unter einigen der extremen Charles-Fans zu leiden hatte, die mich beleidigten oder mir Schlechtes wünschten.“

Der vierfache Grand Prix Sieger kritisierte die Erwartungshaltung einiger italienischer Medien – insbesondere die Frage, welcher der beiden Fahrer die Rolle des Helfers („Nummer zwei“) einnehmen sollte.

„Manche italienische Medien behaupteten zum Beispiel, ich würde die Rolle der ‚Nummer zwei‘ nicht ausreichend ausfüllen, wenn es nötig wäre – und umgekehrt galt das Gleiche, wenn Charles diese Rolle hätte übernehmen müssen.“

Sainz betonte, dass „wenn es zu Meinungsverschiedenheiten mit Charles kam, haben wir diese privat und in direkten Gesprächen geklärt, sobald sich die Gemüter beruhigt hatten.“

„Mir fällt kein Formel-1-Team ein, das zwei starke Fahrer an der Spitze hatte, bei denen es im Kampf um Siege nicht zu Spannungen gekommen wäre.“

„Das haben wir jahrelang bei McLaren und auch Mercedes gesehen. Der große Unterschied zu Ferrari ist, dass dort alles durch das gesamte Umfeld des Teams vielleicht noch etwas verschärft wird.“

 

Posted in ,