Traditionell findet der Europa-Auftakt in Spanien statt
Während F1 Zampano Bernie Ecclestone bereits von 25 Rennen pro Saison träumt, grausen sich die Motorsportfans vor weiteren Streichungen der Traditionsstrecken im Kernland der Formel 1. Europa hat für Ecclestone als Markt ausgedient. Die demokratisch regierten Staaten der alten Welt stellen zu viele Fragen, wollen zu viel Mitsprache und nicht die völlig überteuerten Gebühren für die Abhaltung eines Rennens zahlen. Viel wohler fühlt sich der englische Serienmanager da bei strikten Alleinherrschern wie im arabischen Raum oder totalitären Regimen wie in China oder Russland. Als nächstes kommt 2016 der Europa-GP in Aserbaidschan hinzu und anscheinend gibt es sogar Gespräch mit dem Iran.
Ein tiefes Durchatmen gibt es daher stets bei Experten und Fans, wenn der Rennzirkus nach Spanien zum Europaauftakt kommt. Den Grand Prix von Spanien gibt es schon seit 1913 und die Formel 1 gastierte bereits 1951 auf der iberischen Halbinsel, zwei Jahrzehnte bevor Bahrain oder die Vereinigten Arabischen Emirate überhaupt gegründet wurden. Ein großer Teil der Faszination für die Königsklasse entspringt ihrer langen Geschichte, den legendären Fahrern, den großartigen Boliden, und den charakteristischen Strecken, die sie geformt haben. Ecclestone hat die Serie in seine persönliche Geldfabrik umfunktioniert und quetscht sie bis auf den letzten Cent aus. Was die wahren Racer wollen, was die Fans sehen möchten und was die Streckenbetreiber wünschen, ist ihm schlichtweg gleichgültig. Vor genau 30 Jahren, 1985, umfasste die Formel 1 Saison 16 Rennen. Elf davon fanden in Europa statt, eines in Australien, eines in Afrika, eines in Südamerika und zwei in Nordamerika. 2015 werden 19 Grands Prix ausgefahren: sieben in Europa, einer in Australien, keiner in Afrika, einer in Südamerika, zwei in Nordamerika, einer in Mittelamerika, und sieben in Asien. Von 841 bisherigen Formel-1-Piloten kamen 26 aus Asien, wobei der Japaner Kamui Kobayashi mit einem Podium und einer schnellsten Runde der erfolgreichste war.
Der Spanische Grand Prix wurde bislang auf fünf Strecken ausgetragen: Lasarte (1926–1935), Pedralbes (1951 & 1954), Montjuic (1969–1975), Jarama (1967–1981), Jerez (1986–1990), und Catalunya 1991 bis heute. Von den Siegern der letzten zehn Jahre stehen acht auch diese Saison in der Startaufstellung, wobei Kimi Räikkönen (2005 & 2008) wie auch Fernando Alonso (2013 & 2006) zweimal gewinnen konnte. Die besten Chancen auf P1 dieses Jahr hat Vorjahressieger Lewis Hamilton, der die Saison dominiert und in großen Schritten Richtung Titelverteidigung unterwegs ist. Sebastian Vettel (Sieger 2011) und Räikkönen sind die schärfsten Widersacher des Briten. Für die Gewinner der anderen Jahre Alonso, Pastor Maldonado (2012), Jenson Button (2009) und Felipe Massa (2007) wird’s wohl nichts zu holen geben. Mark Webber, der 2010 den Pokal abstaubte, genießt seine F1-Pension in der Langstrecken-WM.
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