Rosberg will Revanche

Beim Saisonauftakt in Australien gab es den erwarteten Doppelsieg von Mercedes – Titelverteidiger Lewis Hamilton gewann vor Nico Rosberg. Kann der Deutsche in Malayisa zurückschlagen?

Weltmeister Hamilton dominierte das Wochenende in Australien, stellte den Dienstwagen auf die Pole, fuhr die schnellste Runde und holte sich den ersten Sieg des Jahres. Teamkollege Nico Rosberg war, wie schon in der Endabrechnung 2014, einmal mehr der Zweite. Nun hat der Sohn des Weltmeisters von 1982 Revanche angekündigt. „Es steht 1:0 für Lewis, daher muss ich wieder ausgleichen. Er war in Melbourne einfach besser. Nun muss ich in Sepang zurückschlagen.“ Um sich weiter zu pushen hat Rosberg auch die Herausforderung angenommen, das Treppenhaus der 452m hohen Petronas Towers in Kuala Lumpur zu erklimmen. Hamilton zeigt sich davon recht unbeeindruckt und möchte seinen „Vorjahressieg gerne wiederholen.“ Rekordsieger ist übrigens noch immer Vierfachsieger John MacDonald aus Hong Kong, als die Australische Formel 1 Serie den GP noch für sich beanspruchte.

Niki_Marko4Breitseite gegen Bullen

Wenig Zuspruch im Fahrerlager erhalten derzeit die Renndosen aus Fuschl. Besonders Sportdirektor Helmut Marko erntete für seine Kritik an Motorenlieferant Renault und seine Ausstiegsdrohungen heftigen Widerspruch. Ex-GP Sieger Olivier Panis empfahl Marko und Teamchef Christian Horner „vor der eigenen Tür zu kehren. Immerhin haben sie mit Renault-Motoren im Heck auch ihre WM-Titel eingefahren.“ Auch der vormalige Toyota und Caterham Technikchef Mike Gascoyne hälte die Reaktion der Bullen für „deutlich überzogen. Da werden jetzt einige Leute sagen ‚Ihr habt Euch aber nicht beschwert, als ihr vier Weltmeisterschaften in Serie gewonnen habt. Da hat Euch die Dominanz nicht gestört‘.“ Gascoyne erwartet einen Bruch mit Renault, deren Motorenchef Cyril Abiteboul auch bereits laut über die Rückkehr eines französischen Werksteams nachdenkt. Als mögliche Variante kristallisiert sich hier die Übernahme von Toro Rosso heraus.

ron-dennis-alonso-mclarenProminente Rückkehrer

Apropos Rückkehr – Fernando Alonso wird in Malaysia erstmals den neuen McLaren-Honda im Renneinsatz fahren. Der Spanier soll alle internen medizinischen Tests bestanden haben und für das GP-Wochenende bereit sein. Im Simulator hat Alonso das Sepang-Rennen schon abgespult, allerdings machte der virtuelle Bolide nicht solche Zicken, wie der echte beim Saisonauftakt in Australien. Der Ausfall des Doppelweltmeisters Down Under kostet die Versicherung übrigens 1,8 Millionen Euro Verdienstausfall. Der Betrag wurde fällig, da McLaren kein technisches Versagen nachgewiesen werden konnte. Auch wieder mit dabei ist Williams-Pilot Valtteri Bottas, der in Melbourne aufgrund eines extremen Hexenschusses nicht starten konnte. Im Gegensatz zu Alonso, hat der Finne aber das Material um die Silberpfeile ein wenig zu ärgern.

2013-john-booth-marussia-f1-jerez-main_560x420Manor mit Motorsoftware

Eine Frage, die viele beschäftigt ist, ob Manor diesmal auch mitfahren wird. Denn in Australien waren die Briten zwar in ihrer Box, bewegten die Boliden aber in Folge fehlender Software von Motorenlieferant keinen Meter. Sehr zum Ärger von F1 Zampano Bernie Ecclestone, der trotz fehlender Show Geld auszahlen musste, was der „Big Boss“ gar nicht gerne tut. „Wäre unsere Absicht gewesen, nicht zu fahren, hätten wir nicht 30 Tonnen Ausrüstung und 40 Leute an die Strecke gebracht und die Verträge mit allen Zulieferern wie Pirelli und Ferrari erfüllt“, wehrte sich John Booth gegen Ecclestones Unterstellungen. „Wir werden in Malaysia mit zwei Autos dabei sein.“

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