Der Crash zwischen Max Verstappen und Lando Norris ist auch in Silverstone weiterhin Gesprächsthema. Daniel Ricciardo war 2016/2017 Teamkollege von Verstappen bei Red Bull und kann über die Diskussion in den Medien nur lachen.
„Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Ich meine – was erwarten die Gegner von Max denn? Wenn du um den Sieg kämpfst, kannst du doch nicht allen Ernstes glauben, dass ein Verstappen den Gegner höflich vorbeiwinkt.“, meint Ricciardo.
„Ich habe mir diese Szene mehrfach angeschaut und behaupte: In neun von zehn Fällen geht diese Berührung der beiden Autos ohne Beschädigung aus. Die Konsequenzen waren viel schwerer als der eigentliche Kontakt, es war unglücklich.“, analysiert der „Aussie“. „War das rücksichtslos von Max? War das gar gefährlich? Weder noch! Sorry, aber die Rivalen von Max wissen genau, was auf sie zukommt, wenn du dich auf einen Zweikampf mit ihm einlässt. Und ich beschränke das nicht auf Verstappen. Jeder Formel -1-Pilot. Der einen Grand Prix anführt, wird sich bei einem Angriff vehementer zur Wehr setzen, als wenn es um Rang 15 geht.“
„Ich sage nicht, dass bei Max gegen Lando auf dem Red Bull Ring alles korrekt und okay war. Einige Situationen waren grenzwertig. Aber was danach geschah, wurde aufgebauscht. Jeder weiß, dass sich die beiden gut leiden können, und nun wird versucht, hier die große Rivalität zu erzeugen.“, so der achtfache GP-Sieger weiter.
„Max hat für sein Verhalten in Österreich ganz ordentlich Haue bekommen. Aber wieso eigentlich? Jeder weiß doch längst, wie er Rennen fährt. Er tut das nicht erst seit gestern. Und das ist einer der Gründe, wieso ihn die Fans lieben.“, nimmt Ricciardo seinen ehemaligen Teamkollegen in Schutz. Erst ist nicht der Ansicht, dass das Pistenverhalten für die nächsten Rennen überdacht werden sollte. „Ich wäre sehr überrascht, wenn das bei unserer üblichen Fahrerbesprechung am Donnerstagabend auf den Tisch käme.“, gibt er zu.
„Wenn sich die beiden jetzt bei jedem Renne so bekämpfen würden, okay, dann müssten wir das thematisieren.“, meint Ricciardo. „Aber nach einem solchen Vorfall sollte man nicht gleich ein Gedöns machen. Die Autos haben sich bei niedriger Geschwindigkeit leicht berührt, da war ein Verstappen gegen Hamilton hier 2021 in Copse eine ganz andere Hausnummer.“
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