Beim Rennwochenende in Barcelona traten bei beiden Renault-Boliden Probleme mit dem Benzindruck auf – bei Carlos Sainz im Rennen, Nico Hülkenberg litt im Qualifying darunter. Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul fürchtet, dass die Schwierigkeiten erneut auftreten könnten.
„Wir müssen das lösen, denn es gibt ein paar Rennen, in denen uns das wieder treffen könnte,“ sagt Abiteboul. Zur Erklärung: Vor allem schnelle Kurven wie Kurve 3 in Barcelona können sich negativ auf den Benzindruck auswirken.
Daher wurde Sainz in der Endphase des Rennens aufgefordert, in Kurve 3, die durch den enormen Abtrieb der Boliden inzwischen normalerweise mit Vollgas durchfahren wird, vom Gas zu gehen. „Wir hatten eine Warnung, was den Benzindruck angeht, also ist Carlos in Kurve 3 nicht ans Limit gegangen“, erklärt der Franzose. „Wir hatten das Problem bereits einmal, und so etwas kann an Stellen wie Kurve 3 auftreten, wo die Fliehkräfte hoch sind.“
Dennoch gelang es Sainz, der laut eigenen Angaben durch das schonendere Fahren eine halbe Sekunde pro Runde verlor, den attackierenden Fernando Alonso hinter sich zu halten und mit Platz 7 wertvolle Punkte zu holen. Dadurch liegt das Team nun erstmals seit der Rückkehr in die F1 wieder auf Platz 4 der Konstrukteurs-WM.
Erklärung für Hülkenbergs Problem gefunden
Trotzdem sieht es so aus, als hätte Renault ein gröberes Problem mit dem Benzindruck, denn auch Hülkenberg hatte aus diesem Grund in Q1 Motoraussetzer und landete nur auf Startplatz 16. Dennoch glaubt Abiteboul nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Probleme gibt.
„Das liegt daran, dass wir einen Gegenstand in Nicos Benzintank gefunden haben, der im Weg war“, erklärt der Franzose, der allerdings weiß, dass Hülkenberg ohne den schlechten Startplatz vermutlich nicht Opfer des von Grosjean ausgelösten Crashs in der ersten Runde geworden wäre.
Updates für Monaco
„Um solchen Problemen aus dem Weg zu gehen, müssen wir das Qualifying dort beenden, wo wir hingehören. Und dafür müssen wir Nico am Samstag ein Auto geben, das keine Probleme hat.“
„Wir haben ein paar Updates für Monaco“, kündigt Abiteboul an. „Und wir haben zwei Fahrer, die meiner Meinung nach zu den besten zählen. Wir sind also guter Dinge und reisen als WM-Vierter an. Das war unser Ziel für den ersten Teil der Saison.“
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